Finnmaster T9Daycruiser mit viel Wohnraum

David Ingelfinger

 · 18.05.2026

Die Finnmaster T9 erreicht mit einer Motorisierung von 800 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 54 Knoten.
Foto: Finnmaster Boats
​Mit der T9 möchte Finnmaster Sportlichkeit mit Wohnkomfort verbinden. Die Spitze der finnischen T-Serie zeigt starke Fahreigenschaften, auch bei über 50 Knoten in der Kurve.

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Die Werft Finnmaster ist schon seit 30 Jahren bekannt dafür, robuste Boote für die skandinavischen Gewässer zu bauen. Die T9 soll Fahrspaß und Komfort mit den Sicherheitseigenschaften verbinden, die sie auch für eine Fahrt bei rauem Wetter qualifizieren.

Stabil in der Kurve

Wer sich ans Steuer der T9 setzt und den Gashebel drückt, dem verschlägt es schnell ein Lächeln ins Gesicht. Mit einer Länge von 9,04 Metern und einer maximalen Motorisierung von 800 PS kommt die T9 auf über 50 Knoten Fahrt. Auch in den Kurven liegt sie stabil und lässt sich präzise manövrieren. Selbst bei 42 Knoten Geschwindigkeit lässt sie sich hart einlenken, ohne dass das Heck unruhig wird.

Dank der ergonomisch geformten Sitze am Steuerstand verliert man dabei nicht den Halt und sitzt auch bei hohen Seitenkräften stabil. Generell wird der der Bootsführer durch die Windschutzscheibe gut geschützt, sodass ihm hohe Geschwindigkeiten erst gar nicht so auffallen. Auf den hinteren Plätzen wird es jedoch schnell windig.

Finnmaster T9: Layout

Die Wohnfläche an Deck bietet viel Platz. Am Heck gibt es einen großen absenkbaren Tisch und eine L-förmige Sitzbank. Hier lässt sich entweder zu Abend essen oder bei heruntergeklapptem Tisch eine großzügige Liegefläche schaffen. Achtern finden sich zudem zwei kleine Plattformen für einen bequemen Einstieg auf das Boot. Gegenüber der Sitzbank ist eine kleine Pantry untergebracht: Eine Herdplatte, ein kleines Waschbecken, ein Lagerregal und ein Kühlschrank. Nichts Besonderes, aber ausreichend, um eine kleine Mahlzeit zuzubereiten.

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Durch einen schmalen Aufgang durch die Frontscheibe gelangt man auf das minimalistische Vordeck, mit einer gepolsterten Liegefläche zum Sonnen. Die T9 kann optional auch mit einem T-Top ausgestattet werden, was gerade für den Sitzbereich noch mehr Schutz vor Regen und Sonne bietet.

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Wohnkomfort für vier Personen

Die Finnmaster T9 bietet unter Deck Platz für insgesamt vier Personen. Das großzügige Bett im Bug ist ausreichend groß für zwei Gäste. Längliche Fenster an den Seiten sowie die Notfallluke an der Decke bringen viel natürliches Licht in die Kabine. Ebenfalls eingebaut wurde eine Sitzbank an Backbord, direkt neben der schmalen Treppe, über die der Innenbereich zugänglich ist.

Eine kleine Nasszelle ist gut erreichbar und bietet alles notwendige, samt kleinem Fenster zur Frischluftzufuhr. Schlau positioniert ist die zweite Liegefläche auf dem Daycruiser. Neben der Treppe und unter dem Deck ist eine flache Kabine eingerichtet. Der Zugang gestaltet sich jedoch etwas schwierig, da hier lediglich eine Matratze auf dem Boden aufliegt. Einmal in Liegeposition, findet sich hier ein gemütlicher Schlafplatz mit ausreichender Deckenhöhe. Für zwei erwachsene Personen wird jedoch etwas Kompromissbereitschaft vorausgesetzt, da der Auf- und Abstieg in die untere Kabine recht eng ausfallen. Eine Trennung zwischen den beiden Betten, etwa durch eine Tür, gibt es nicht.

Der Innenraum ist für einen Daycruiser ordentlich ausgestattet. Gerade eine Familie mit zwei Kindern dürfte hier auch für mehrere Tage perfekt Platz finden. Doch eines sollte beachtet werden: Insbesondere für längere Fahrten ohne Landgang fehlt es der Finnmaster T9 etwas an Stauraum. Gerade unter Deck fällt dieser eher knapp aus.

Motoren und Spezifikationen

Das 9,04 Meter lange und 3,25 Meter breite Boot verdrängt 3.450 Kilogramm bei einem Tiefgang von 56 Zentimetern. Die T9 verfügt über einen GFK-V-Rumpf und ist für Küstengewässer nach CE-Kategorie C zertifiziert. An Bord finden bis zu zehn Personen Platz, zudem stehen vier Kojen zur Verfügung. Für eine entsprechende Reichweite ist das Boot mit Tanks für 420 Liter Kraftstoff, 90 Liter Frischwasser und 60 Liter Fäkalien ausgestattet.

Das Leistungsspektrum reicht von 300 bis 800 PS. In Testläufen mit zwei Außenbordern vom Typ Mercury Verado V10 400 Außenbordern erreichte die T9 eine Höchstgeschwindigkeit von 54,0 Knoten. Bei einer Marschfahrt von 34 Knoten liegt der Verbrauch der Mercury-Motoren laut Herstellerangaben bei 2,3 Litern pro Seemeile, durchaus ein marktüblicher Wert für diese Leistungsklasse.


Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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