Die Grand Banks 62 basiert auf der vom Unternehmen entwickelten V-Warp-Technologie. Diese kombiniert eine spezielle Rumpfform mit leichten, aber hochfesten Verbundwerkstoffen. Der Rumpf zeichnet sich durch einen scharfen Bug, sanfte Kurven mittschiffs und ein flaches Heck aus. Laut Hersteller soll dies den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Designs um bis zu 70 Prozent reduzieren.
Der Rumpf wird in einem speziellen Infusionsverfahren mit einem präzisen Verhältnis von Harz zu verschiedenen Glasfasermaterialien hergestellt. Anschließend wird er direkt mit der Struktur, den Schotten, dem Deck und dem Aufbau aus Kohlefaser verbunden. Grand Banks verspricht sich davon eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht.
Bei ersten Testfahrten erreichte die GB 62 eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten (ca. 55 km/h). Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 27 Knoten (ca. 50 km/h). Bei 20 Knoten (ca. 37 km/h) soll der Verbrauch 144 Liter pro Stunde betragen. Mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten (ca. 18,5 km/h) gibt Grand Banks eine Reichweite von 2.000 Seemeilen (ca. 3.700 km) an, inklusive 10 Prozent Reserve. Diese Werte sind von der Werft selbst angegeben. Wir hatten noch keine Möglichkeit das Boot selber zu testen.
Standardmäßig ist die Yacht mit zwei 900 PS (662 kW) starken Volvo D13 Motoren ausgestattet, welche die Kraft mit Hilfe eines Wellenantriebe ins Wasser bringen. Optional sind 1.000 PS (735 kW) starke Volvo D13 Motoren oder 900 PS (662 kW) Volvo IPS 1200S Antriebe erhältlich.
Die GB 62 bietet Platz für bis zu sechs Personen in drei Kabinen. Die Eignerkabine liegt mittschiffs und verfügt über ein Kingsize-Bett, ein eigenes Bad mit großer Dusche sowie viel Stauraum. Im Bug befindet sich eine VIP-Kabine mit Queensize-Bett und ebenfalls eigenem Bad. An Steuerbord gibt es eine Gästekabine mit Doppelbett und Einzelbett sowie ein separates Bad.
Der Salon, der Steuerstand und die achtern gelegene Kombüse werden durch große Fenster mit natürlichem Licht durchflutet. Einige Fenster lassen sich öffnen, um für Frischluft zu sorgen. Von der unteren Steuerposition und dem Beifahrersitz aus hat man eine gute Rundumsicht für sicheres Manövrieren auch bei schlechtem Wetter oder Nachtfahrten.
Der Trawler-Hersteller bietet verschiedene Grundrisse an, darunter auch eine Skylounge-Version. Die Werft arbeitet eng mit jedem Kunden zusammen, um die Yacht individuell an dessen Bedürfnisse anzupassen.

Redakteur Test & Technik