Grand Banks 62Kann das Modell an den Erfolg der Vorgängerin anknüpfen?

Jan-Ole Puls

 · 10.07.2024

Was die äußere Linie betrifft, so ist Grand Banks seiner eigenen Formensprache treu geblieben
Foto: Grand Banks
Mehr Reichweite, mehr Geschwindigkeit und mehr Abenteuer - viele Versprechen oder? Genau diese hält der Trawler-Hersteller Grand Banks mit ihrer neu vorgestellten GB 62. Mit V-Warp Rumpf und luxuriösem Innenraumvolumen will sie auf dem Erfolg der GB 60 aufbauen.

Grand Banks Yachts hat die neue Grand Banks 62 vorgestellt und damit seine fast 70-jährige Geschichte als Entwickler und Hersteller Langstrecken-Cruising-Yachten untermauert. Die Grand Banks 62 vereint laut Hersteller Geschwindigkeit und Reichweite und soll das Ergebnis einer neuen Hochleistungs-Motoryachten sein.

Je nach Motorwahl soll die Grand Banks 62 eine Höchstgeschwindigkeit im mittleren 30-Knoten-Bereich und eine Reisegeschwindigkeit von 28 Knoten haben. Die Reichweite soll bei 10 Knoten und 10 Prozent Reserve 2000 Seemeilen betragen. Die V-Warp Technologie des Rumpfes sorgt dafür, dass die maximale Wasserlinie im Wasser bleibt und zusätzliche Effizienz und Geschwindigkeit gewährleistet sind.

Der V-Warp Rumpf

Die V-Warp Technologie des Unternehmens, entwickelt von Mark Richards, basiert auf seiner umfangreichen Erfahrung als Ozeanregatta-Champion und Schiffsbauer. Sie kombiniert Rumpfform, exotische Baumaterialien und den Bauprozess selbst. Der Rumpf wird aus einer präzisen Mischung von Harz und E-Glas, unidirektionalen und multiaxialen Fasern hergestellt. Die Kohlefaserstruktur, Schotten, Deck und Aufbauten werden nahtlos mit dem Rumpf verbunden. Das Ergebnis ist ein starker, schneller und effizienter Rumpf.

Standardmäßig sind zwei Volvo D13 Motoren mit je 900 PS auf geraden Wellen und Twin Disc MGX 5096A-Schiffsgetrieben verbaut. Optional gibt es auch Motorpakete mit zwei Volvo D13 Motoren mit je 1.000 PS auf Kardanantrieb oder Volvo IPS 1200S Motoren mit je 900 PS.

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Mehr Platz im Inneren der Grand Banks 62

Die Grand Banks 62 baut auf dem Erfolg der beliebten Grand Banks 60 auf und bietet zusätzliches Innenraumvolumen. Es gibt eine vergrößerte Steuerbord-Gästekabine mit einem Doppelbett querschiffs und einem Einzelbett sowie einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner. Mit einer eigenen Toilette für die Steuerbord-Gästekabine bietet die GB62 ein äußerst komfortables und luxuriöses Layout mit drei Kabinen und drei Toiletten, das den Reisekomfort maximiert.

Die Hauptkabine befindet sich mittschiffs und ist für ultimativen Komfort an Bord gebaut. Sie verfügt über ein Doppelbett, eine eigene Toilette mit großer Dusche, reichlich Stauraum sowie viel natürliches Licht und frische Luft durch Öffnungen und Dachluke. Die VIP-Kabine im Vorschiff ist mit einem Doppelbett, großzügigem Stauraum und einer eigenen Toilette ausgestattet.

Auf dem Hauptdeck sorgen große, zu öffnende Fenster für viel natürliches Licht im Salon, Steuerstand und in der hinteren Kombüse. Die Sichtlinie vom unteren Steuerstand und dem Steuerstand an Backbord soll eine einfache Handhabung bei schlechtem Wetter oder während Nachtfahrten ermöglichen. Auch diese Grand Banks soll sich durch ihre Handwerkskunst auszeichnen, ergänzt durch Raffinesse und Eleganz. Die erstklassige Bauqualität ist bei bestehendem und werdenden Eigner bekannt. Breite Seitendecks mit massiven Schanzkleidern ermöglichen einen einfachen und sicheren Zugang zwischen Bug und Heck während der Fahrt oder beim Anlegen. Der verlängerte Brückenüberhang bietet Platz für das serienmäßige RIB und schützt das Cockpit vor den Elementen. Das große Lazarett unter der Brücke bietet ausreichend Stauraum für die Ausrüstung, die für Abenteuer erforderlich ist.


Technische Daten

  • Länge über alles: 20,6 Meter
  • Breite: 5,80 Meter
  • Tiefgang IPS: 1,28 Meter
  • Tiefgang Welle: 1,30 Meter
  • Trockengewicht: 32.044 kg
  • Dieseltank: 6.000 Liter
  • Wassertank: 1.200 Liter
  • Schwarzwassertank: 400 Liter

Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

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