Grand Banks stellt mit der 65 Skylounge eine neue Motoryacht vor, die zwischen der 62 und der 85 liegt. Die Werft aus Stuart in Florida baut seit 70 Jahren Langstrecken-Yachten und setzt dabei auf die hauseigene V-Warp-Technologie. Sie verbindet Rumpfform, Materialien und Fertigungsprozess zu einem System, das Gewicht spart und die Struktur zugleich verstärkt. Der Rumpf besteht aus Carbon, verarbeitet mit unidirektionalen und multiaxialen Fasern in einem genau abgestimmten Harz-Faser-Verhältnis. Rumpf, Schotten, Deck und Aufbau sind direkt miteinander verbunden.
Die Rumpfform hat einen feinen Bug, geschwungene Linien mittschiffs und am Heck wenig Kimmwinkel. Laut Hersteller läuft die Yacht dadurch ruhig und verbraucht über den gesamten Drehzahlbereich wenig Kraftstoff. Im Eigner-Schlafraum liegt der Pegel bei 28 Knoten laut Messung bei 70 Dezibel, also knapp über normaler Gesprächslautstärke. Serienmäßig sitzen zwei Volvo D13 mit je 1000 PS im Maschinenraum und treiben die 65 über Wellen und Twin-Disc-MGX-5096A-Getriebe an. Das erste gebaute Exemplar hat stattdessen zwei Volvo IPS 1350, ebenfalls mit je 1000 PS, und läuft damit über 30 Knoten. Bei 20 Knoten und halber Zuladung verbraucht die Yacht 37 Gallonen pro Stunde, etwa 140 Liter. Mit 10 Knoten kommt sie 2344 Seemeilen weit.
Gegenüber der GB60 fällt der Salon vier Fuß länger aus, das Cockpit hat einen Fuß dazubekommen. Der erste Eigner der 65 Skylounge hat den Platz in eine größere Kombüse gesteckt, mit stehendem Kühlschrank und mehr Stauraum. Bei 19 Fuß und zwei Zoll Breite, also 5,84 Metern, passt mittschiffs eine Eignerkabine mit Kingsize-Bett, eigenem Bad und viel Stauraum. Die VIP-Kabine liegt im Bug und bekommt Tageslicht durch Fenster. Die Steuerbordkabine ist flexibel: Sie lässt sich als Mehrbett-Kabine mit Bad auslegen, als Büro oder als Technikraum mit zusätzlicher Kühlung, Waschmaschine, Trockner, Querbett und großem Kleiderschrank.
Die Kombüse liegt achtern. Das erleichtert das Beladen vor dem Ablegen und verbindet den Wohnbereich mit Cockpit, Grill und Außenbereich. Im Salon gibt es keinen Steuerstand, der sitzt oben in der Skylounge. Große Fenster an den Seiten und achtern lassen sich öffnen und bringen Licht und Frischluft in Salon und Kombüse. Im Lazarett finden Tauchausrüstung, Paddleboards, Ersatzteile, Leinen, Fender und Proviant Platz. Eine wasserdichte Tür führt in den Maschinenraum, weiche Patches ermöglichen größere Wartungsarbeiten.
Die Skylounge ist ein zweiter Salon mit L-förmiger Sitzgruppe, Esstisch, Kühlung und Tagestoilette mit Dusche. Die Sitzbank taugt als Wachbett bei langen Überführungen. Der Steuerstand sitzt mittig, von den beiden Stidd-Steuersitzen aus ist die Sicht gut, auch dank der zu öffnenden Seiten- und Heckfenster.
An Deck bleibt Grand Banks seiner Linie treu, Relinge und Handläufe stammen aus eigener Fertigung. Die Seitengänge sind breit, die Schanzkörper hoch genug, sodass man sich beim Anlegen und während der Fahrt sicher bewegt. Das Cockpit lässt sich als Unterhaltungsbereich, Angelplattform oder Expeditionsbasis einrichten, mit Platz für Tauchausrüstung, Paddleboards, Kayaks und Langstreckenausrüstung. Grand Banks bietet mehrere Grundrisse an und passt die Yacht gemeinsam mit jedem Eigner an dessen Bedürfnisse an.

Redakteur Test & Technik
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