Hood 42 LMKlassik außen, Hightech innen.

Jan-Ole Puls

 · 15.08.2026

Die neue Hood 42 LM.
| Foto Hood/ Cory Silken
Die Werft Lyman-Morse aus Maine präsentiert die Hood 42 LM, eine 42 Fuß lange Motoryacht in klassischer Optik. Das Boot kombiniert traditionelle Handwerkskunst mit moderner Antriebstechnik und wird im September auf der Newport International Boat Show gezeigt. Die Werft bietet verschiedene Ausstattungsvarianten an.

Themen in diesem Artikel

Lyman-Morse stellt mit der Hood 42 LM eine neue Motoryacht vor, die zur Hood-Serie der Werft gehört. Das 42 Fuß lange Boot zeigt sich in klassischer Optik mit lackierten Mahagoni-Aufbauten und Bronze-Beschlägen am Bug. Die Konstruktion nutzt jedoch moderne Materialien und Antriebstechnik. Das erste gebaute Exemplar demonstriert die Anpassungsmöglichkeiten innerhalb der Serie.

Rumpf und Antrieb

Der Rumpf entsteht im sogenannten Cold-Molded-Verfahren. Dabei verleimt die Werft mehrere Lagen aus Douglas-Tannenholz und Western-Rotzeder mit Verbundwerkstoffen. Diese Bauweise soll laut Hersteller ein niedriges Gewicht bei hoher Festigkeit erreichen und auch Vibrationen während der Fahrt reduzieren. Zwei Volvo-Penta-Motoren mit je 440 PS treiben das Boot an. Die Maschinen arbeiten mit DPS-Antrieben (Duoprop-Sterndrive), die eine Joystick-Steuerung ermöglichen. Die Werft gibt eine Reisegeschwindigkeit im mittleren 30-Knoten-Bereich an.

Deck und Außenbereich

Auf Deck fallen die handwerklichen Details auf. Die Werft fertigt speziell für dieses Modell geschmiedete Bronze-Beschläge, die als Fenderhalter dienen. Eine Leiter aus Fichte und Teak führt vom Cockpit zur Flybridge. Die Konstruktion berücksichtigt sowohl einfachen Zugang als auch die optische Linie des Bootes. Die Niedergangstür besteht aus Karbon, überzogen mit lackiertem Furnier. Sie enthält ein ausbalanciertes Fenster mit Insektenschutz. Die Fenster im Salon und achtern lassen sich elektrisch öffnen und schließen, integrierte Screens fahren automatisch aus.

Innenraum und Ausstattung

Unter Deck setzt die Werft auf furnierte Mahagoni-Einbauten mit Klarlack-Finish. Das erste Exemplar zeigt eine offene Raumaufteilung auf der Hauptebene. Steuerbord befindet sich der Steuerstand, backbord die Kombüse, daran schließen sich Salon und Essbereich an. Große Fenster bringen Tageslicht in den Innenraum. Im Bug liegt eine Eignerkabine mit eigenem Bad und separater Duschkabine. Der untere Steuerstand lässt sich in einem versenkbaren Konsolenschrank verbergen. Die Werft bietet verschiedene Grundrisse an, ebenso wie die Wahl zwischen Flybridge- und Sedan-Ausführung.

Hood-Serie und Zusammenarbeit

Die 42 LM gehört zu einer Modellreihe, die Lyman-Morse gemeinsam mit C.W. Hood Yacht Design entwickelt. Bisher entstanden zwei Exemplare der Hood 35 LM mit 35 Fuß Länge sowie die 57 LM, eine 57 Fuß lange Flybridge-Motoryacht. Aktuell baut die Werft eine 46-Fuß-Version. Designer Chris Hood zeichnet für die Linienführung verantwortlich, die sich an klassischen Yachten aus Neuengland orientiert. Drew Lyman, Präsident von Lyman-Morse, beschreibt die Zusammenarbeit als Verbindung von zeitlosem Design und präziser Ausführung.

Verfügbarkeit und Präsentation

Die Hood 42 LM wird vom 17. bis 20. September auf der Newport International Boat Show ausgestellt. Interessenten können dort das erste gebaute Exemplar besichtigen. Die Werft nimmt Aufträge für weitere Einheiten entgegen, wobei Käufer Grundriss und Ausstattung individuell wählen können. Preise nennt Lyman-Morse nur auf Anfrage.

Technische Daten:

  • Länge: 42 Fuß
  • Bauweise: Cold-Molded-Composite (Douglas-Tanne, Western-Rotzeder, Verbundwerkstoffe)
  • Antrieb: 2 x Volvo Penta mit je 440 PS
  • Antriebssystem: DPS-Sterndrive mit Joystick-Steuerung
  • Reisegeschwindigkeit: mittlerer 30-Knoten-Bereich
  • Kabinen: 1 Eignerkabine (im ersten Exemplar)
  • Verfügbare Versionen: Flybridge und Sedan
Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

Meistgelesen in der Rubrik Boote