Die Werft reagiert mit dem neuen Modell nach eigenen Angaben auf die anhaltende Nachfrage nach kompakten Hochseeyachten unter 30 Metern Länge. Die 27XP wurde als direkter Nachfolger der erfolgreichen 26XP-Plattform entwickelt, soll jedoch mehr Platz für lange Aufenthalte an Bord mitbringen.
Bei der Numarine 27XP kann zwischen zwei Layout-Varianten gewählt werden: einer Konfiguration mit vier oder einer mit fünf Gästekabinen. Insgesamt finden zehn Gäste und eine Vier-Personen-Besatzung Platz in der Superyacht. Die Master-Suite auf dem Unterdeck nutzt die gesamte Schiffsbreite und bietet eine begehbare Garderobe. Sowohl in der Fünf-Kabinen-Ausführung als auch in der kleineren mit vier Kabinen gibt es die Option, eine VIP-Suite auf dem Hauptdeck im Vorschiff einzurichten. Großflächige Fensterfronten bringen natürliches Licht in den Salon und sollen eine direkte Verbindung zum Außenbereich schaffen.
Auf dem Oberdeck der 27XP befindet sich eine großzügige Flybridge, die neben einem zweiten Steuerstand auch feste Liegeflächen und einen Essbereich bietet. Einen weiteren Sitzbereich gibt es auf dem Vorderdeck, der als kleiner privater Rückzugsort gestaltet wurde. Während die Flybridge primär für Gruppen konzipiert ist, soll die Sitzbank am Vorschiff eine Alternative zum exponierten Achterdeck bieten.
Das Standard-Paket mit zwei MAN-Motoren mit jeweils 560 PS ist auf hohe Effizienz und eine Marschgeschwindigkeit von zwölf Knoten ausgelegt und hat einen Kraftstoffvorrat von 11.000 Litern. Das ist ideal für Eigner, die mal eine längere Tour machen wollen, ohne anzulanden.
Für den Strombedarf vor Anker nutzt die Werft ein gemeinsam mit dem Hersteller Sleipner entwickeltes 48-Volt-System. Das kombiniert eine Lithium-Eisenphosphat-Batteriebank mit einer Kapazität von 92,8 Kilowattstunden mit Solarzellen auf dem Hardtop, die eine Leistung von 5,6 Kilowatt bringen. Das Bordsystem soll durch die höhere Spannung der Anlage effizienter werden, was auch längere Zeiträume ohne den Einsatz eines Dieselgenerators ermöglichen soll.
Laut Herstellerangaben kann man mit der 27XP bei acht Knoten Fahrt rund 2.200 Seemeilen zurücklegen. Mit einem Tiefgang von 2,12 Metern können dabei auch flachere Gewässer angefahren werden. Mit Höchstgeschwindigkeiten ist aber nicht zu rechnen: Im Maximum schafft die 27XP nur 13,5 Knoten. Mit einer ähnlichen Philosophie baute die türkische Werft auch die MXP40 und die XP45. Beide Yachten verfügen über eine hohe Reichweite, kommen aber nicht über 20 Knoten in der Spitze.
Das Design der Numarine stammt von Can Yalman, während Umberto Tagliavini den Verdrängerrumpf entwarf. Klare Linien und gezielte Holz-Akzente ziehen sich durch das gesamte Innendesign. Ein spezielles Akustik-Paket soll Vibrationen und Lärm während der Fahrt minimieren und den Komfort erhöhen. Flossenstabilisatoren sollen dafür sorgen, dass die Yacht auch vor Anker ruhig liegt. Das Heck bietet zudem genug Platz für ein Beiboot und zusätzliche Ausrüstung.

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