Besonders auffällig ist die durchdachte Raumaufteilung. Die M14 bietet drei Kabinen mit Kingsize-Betten und zwei vollwertige Badezimmer. Highlight unter Deck ist eine Suite-Kabine, die sich bei Bedarf in einen Essbereich verwandeln lässt – so wird der Platz optimal genutzt. Große Rumpffenster sorgen für viel Licht. Bisher gibt es nur Renderings, aber wenn das fertige Boot ebenfalls solche Fenster hat, sind wir begeistert.
Auch im Außenbereich setzt sich das clevere Design fort: Ein doppeltes Sonnendeck lädt zum Entspannen ein und im Heck gibt es praktischen Stauraum. So bleibt an Deck immer genügend Platz. Dazu kommen ausklappbare Seitenteile, die das Raumangebot nochmals erweitern.
Wer vor Anker seine Lieblingsserie nicht verpassen will, kann einen Fernseher aus dem Hardtop ausfahren – ganz im Stil größerer Yachten wie zum Beispiel bei der Pardo 72. Generell scheint sich Nuva bei der Konkurrenz umgesehen zu haben: Die Stufen im Heck erinnern stark an Modelle aus Italien. Auf Nachfrage gibt die Werft zu, dass man sich inspirieren lassen hat. Auch der Bug zeigt Parallelen zur Marke Invictus.
Nuva setzt bei der Innenausstattung auf hochwertige Materialien und exzellente Verarbeitung. Handgefertigte Details verleihen dem Boot einen edlen Touch. Die Mischung aus modernen Oberflächen und stilvollem Design schafft eine exklusive, aber dennoch gemütliche Atmosphäre.
Technisch ist die M14 auf dem neuesten Stand. Die Systeme sind leicht zugänglich und bedienfreundlich, was die Nutzung und Wartung erleichtert. In jeder Kabine gibt es natürlich auch einen großen Fernseher und viel Stauraum.
Am Steuerstand haben drei Personen Platz. Zwei große Plotter sorgen für eine gute Übersicht der Systeme, und als Option gibt es ein Joystick. Besonders ins Auge fällt das Formel-1-inspirierte Lenkrad. Werftchef Andres Cadenas (früher CEO bei Bavaria) lacht auf Nachfrage, ob es so auch auf dem Serienboot aussehen wird. „Wir wollen etwas Außergewöhnliches machen. Wenn alles klappt, bieten wir das Lenkrad genau so an“, kommentiert er.
Die M14 kommt mit bis zu 1200 PS auf die Welle. Zur Auswahl stehen Innenborder (2x 600 PS) oder Außenborder (2x 600 PS oder 3x 400 PS).
Parallel zur M14 hat Nuva auch die neue M11 Cabin vorgestellt, die auf dem bestehenden M11-Rumpf basiert, aber 20 cm mehr Freibord bekommen hat. Zudem wurde mit der M8 Cabin ein komplett neues Modell präsentiert, das die Lücke zwischen der M6 und der M9 schließen soll – sowohl preislich als auch größentechnisch.
Alles in allem, könnte das Boot eine spannende Alternative im Gegenzug zu den alt bekannten Werften sein. Wie die Verarbeitung, die Fahreigenschaften und der gesamte Eindruck vom Boot sein wird, kann nur ein Test zeigen. Die Werft versucht das Boot bis zum Cannes Yachtfestival 2025 fertig gestellt zu haben. Preislich könnte es eine Kampfansage sein: Rund 667.000 Euro inklusive drei Mercury Verados mit je 400 PS und Steuern, soll das Boot kosten. Die 5,7-Liter-Motoren alleine würden schon in etwa 102.000 Euro kosten. Dann würden sie allerdings nur im Karton auf der Auffahrt stehen. Andere Hersteller sind deutlich teurer.
Nuva ist eine spanische Werft mit Sitz in Barcelona und spezialisiert sich auf luxuriöse Daycruiser und Yachten. Das Unternehmen legt Wert auf innovatives Design und hohe Verarbeitungsqualität. Besonders bemerkenswert: Nuva produziert so viel wie möglich inhouse, sogar die Rümpfe entstehen in der eigenen Fertigung nahe Barcelona. Neben klassischen Motorbooten hat die Werft 2016 auch einen Motorsegler, die Nuva MS6, vorgestellt. Das Modell wird allerdings nicht mehr produziert – mehr als eine Handvoll Exemplare hat es ohnehin nicht aufs Wasser geschafft.

Redakteur Test & Technik