Pearl 73Erste Bilder der neuen Flybridge-Yacht

Jan-Ole Puls

 · 25.10.2026

Aus der 72er wurde die 73er.
Foto: Pearl
Pearl Yachts hat die erste fertige Pearl 73 präsentiert. Die 22-Meter-Yacht basiert auf der Pearl 72 und bringt größere Fenster, ein neues Achterdeck-Konzept und eine nach achtern verlegte Galley. Die erste Einheit ist bereits verkauft.

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Die Pearl 73 ist eine Weiterentwicklung der Pearl 72. Pearl Yachts hatte das Modell im Januar auf der boot Düsseldorf vorgestellt, bislang gab es nur Computerbilder. Jetzt zeigen erste Fotos die fertige Yacht. Werft-Geschäftsführer Iain Smallridge nennt die 73 eine Evolution, keine komplette Neuentwicklung. Die Werft habe Rückmeldungen von Eignern der 72 aufgenommen und umgesetzt.

Neue Linienführung und größere Fenster

Dixon Yacht Design zeichnet wieder für die Außenlinien verantwortlich. Bill Dixon hat das Profil der 72 überarbeitet und setzt auf klare Linien. Die Fenster im Rumpf fallen größer aus als beim Vorgänger. Das bringt mehr Tageslicht in die Kabinen und den Salon. An Deck wurden Tische, Bars und Steuerstände an die neueren Modelle der Werft angepasst. Die Yacht misst 21,99 Meter über alles bei einer Breite von 5,75 Metern. Der Tiefgang liegt bei 1,70 Metern, die Verdrängung bei rund 60 Tonnen.

Achterdeck mit ausklappbaren Balkonen

Das Achterdeck ist als Terrasse im Riviera-Stil gestaltet. Seitlich lassen sich Balkone herunterklappen, die das Cockpit zur Lounge erweitern. Der Übergang zum Salon ist stufenlos gehalten. Von dort führen Stufen zur Flybridge hinauf. Ein Hardtop mit Kipp- und Schiebedach schützt die obere Fläche. Dort lässt sich die Einrichtung frei wählen, etwa mit Esstisch und Lounge. Am Bug gibt es eine weitere Lounge mit Sofas und Sonnenliegen, optional mit Bimini (Sonnendach). Die Heckgarage nimmt ein Williams 345 Tender und einen Jetski auf. Der Tender wird über die hydraulische Badeplattform zu Wasser gelassen.

Galley wandert nach achtern

Im Salon hat Pearl die Galley (Bordküche) nach achtern verlegt, näher zum Cockpit. Das soll die Wege beim Servieren verkürzen und Küche und Gäste näher zusammenbringen. Raumhohe Fenster und klare Linien prägen den Salon. Vorn sitzt der Steuerstand hinter der markentypischen doppelten Windschutzscheibe. Daneben liegt eine Dinette (Essecke), optional gibt es eine Tür zum Seitendeck.

Zwei Masterkabinen unter Deck

Unter Deck gibt es wie auf der 72 zwei Masterkabinen. Eine liegt im Bug mit eigenem Zugang, die andere erstreckt sich mittschiffs über die gesamte Breite. Dazu kommen zwei Gästekabinen mit Bad sowie Unterkünfte für zwei Crewmitglieder. Das Interieur stammt von Kelly Hoppen Interiors. Neu ist der Monochrome-Look, der verschiedene Grautöne mit Weiß kombiniert. Insgesamt stehen vier Stilrichtungen zur Wahl.

Antrieb und Leistung

Als Standardantrieb dienen zwei MAN V12 mit je 1030 Kilowatt (1400 PS). Optional gibt es die V12 mit je 1140 Kilowatt (1550 PS). Mit den stärkeren Motoren soll die Yacht bis zu 32 Knoten erreichen. Bei 25 Knoten Reisegeschwindigkeit nennt die Werft eine Reichweite von 250 Seemeilen. Der Kraftstofftank fasst 4340 Liter, der Frischwassertank 950 Liter. Wie alle Pearl-Modelle bekommt auch die 73 eine Fünf-Jahres-Garantie. Die Baunummer eins ist verkauft.

Technische Daten Pearl 73

  • CE-Kategorie: A
  • Länge über alles: 21,99 m
  • Rumpflänge: 20,73 m
  • Breite: 5,75 m
  • Tiefgang: 1,70 m
  • Verdrängung: 60 t
  • Material: GFK
  • Standardmotoren: 2 x MAN V12, je 1400 PS (1030 kW)
  • Optionale Motoren: 2 x MAN V12, je 1550 PS (1140 kW)
  • Höchstgeschwindigkeit: bis 32 kn
  • Reichweite bei Reisegeschwindigkeit (25 kn): 250 sm
  • Kraftstofftank: 4340 l
  • Frischwasser: 950 l
  • Kabinen: 4 plus Crew
  • Design Außenlinien: Dixon Yacht Design
  • Interieur: Kelly Hoppen Interiors
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Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

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