Die Pearl 73 ist eine Weiterentwicklung der Pearl 72. Pearl Yachts hatte das Modell im Januar auf der boot Düsseldorf vorgestellt, bislang gab es nur Computerbilder. Jetzt zeigen erste Fotos die fertige Yacht. Werft-Geschäftsführer Iain Smallridge nennt die 73 eine Evolution, keine komplette Neuentwicklung. Die Werft habe Rückmeldungen von Eignern der 72 aufgenommen und umgesetzt.
Dixon Yacht Design zeichnet wieder für die Außenlinien verantwortlich. Bill Dixon hat das Profil der 72 überarbeitet und setzt auf klare Linien. Die Fenster im Rumpf fallen größer aus als beim Vorgänger. Das bringt mehr Tageslicht in die Kabinen und den Salon. An Deck wurden Tische, Bars und Steuerstände an die neueren Modelle der Werft angepasst. Die Yacht misst 21,99 Meter über alles bei einer Breite von 5,75 Metern. Der Tiefgang liegt bei 1,70 Metern, die Verdrängung bei rund 60 Tonnen.
Das Achterdeck ist als Terrasse im Riviera-Stil gestaltet. Seitlich lassen sich Balkone herunterklappen, die das Cockpit zur Lounge erweitern. Der Übergang zum Salon ist stufenlos gehalten. Von dort führen Stufen zur Flybridge hinauf. Ein Hardtop mit Kipp- und Schiebedach schützt die obere Fläche. Dort lässt sich die Einrichtung frei wählen, etwa mit Esstisch und Lounge. Am Bug gibt es eine weitere Lounge mit Sofas und Sonnenliegen, optional mit Bimini (Sonnendach). Die Heckgarage nimmt ein Williams 345 Tender und einen Jetski auf. Der Tender wird über die hydraulische Badeplattform zu Wasser gelassen.
Im Salon hat Pearl die Galley (Bordküche) nach achtern verlegt, näher zum Cockpit. Das soll die Wege beim Servieren verkürzen und Küche und Gäste näher zusammenbringen. Raumhohe Fenster und klare Linien prägen den Salon. Vorn sitzt der Steuerstand hinter der markentypischen doppelten Windschutzscheibe. Daneben liegt eine Dinette (Essecke), optional gibt es eine Tür zum Seitendeck.
Unter Deck gibt es wie auf der 72 zwei Masterkabinen. Eine liegt im Bug mit eigenem Zugang, die andere erstreckt sich mittschiffs über die gesamte Breite. Dazu kommen zwei Gästekabinen mit Bad sowie Unterkünfte für zwei Crewmitglieder. Das Interieur stammt von Kelly Hoppen Interiors. Neu ist der Monochrome-Look, der verschiedene Grautöne mit Weiß kombiniert. Insgesamt stehen vier Stilrichtungen zur Wahl.
Als Standardantrieb dienen zwei MAN V12 mit je 1030 Kilowatt (1400 PS). Optional gibt es die V12 mit je 1140 Kilowatt (1550 PS). Mit den stärkeren Motoren soll die Yacht bis zu 32 Knoten erreichen. Bei 25 Knoten Reisegeschwindigkeit nennt die Werft eine Reichweite von 250 Seemeilen. Der Kraftstofftank fasst 4340 Liter, der Frischwassertank 950 Liter. Wie alle Pearl-Modelle bekommt auch die 73 eine Fünf-Jahres-Garantie. Die Baunummer eins ist verkauft.

Redakteur Test & Technik
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