Die Belize 55 Daybridge ist das neueste Modell der Belize-Reihe von Riviera. Die Werft setzt bei diesem Modell auf eine erhöhte Steuerposition, die dem Skipper bessere Sicht bietet, und auf umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten bei der Ausstattung.
Zwei Volvo Penta D11 IPS 950 mit jeweils 725 PS treiben die Belize 55 an. Beim IPS-System arbeiten vorwärts gerichtete, gegenläufige Propeller an einzeln steuerbaren Antriebseinheiten. Laut Hersteller verbessert das die Manövrierfähigkeit und senkt den Kraftstoffverbrauch. Das Trockengewicht liegt bei etwa 25.520 Kilogramm. Der Kraftstofftank fasst 3.000 Liter.
Auf der Daybridge und im Innenraum arbeitet an beiden Steuerpositionen das Volvo Penta Glass Cockpit. Es bündelt Navigation, Motordaten und weitere Informationen auf anpassbaren Bildschirmen. Die Joystick-Steuerung vereint Lenkung, Gangschaltung und Gasannahme in einem Hebel und soll das Anlegen auf engem Raum erleichtern. Das CZone-System verwaltet alle elektrischen Verbraucher zentral, per Touchscreen oder optional per iPad. Über die Sentinel-App lassen sich wichtige Bordsysteme aus der Ferne überwachen und ausgewählte Stromkreise vom Smartphone schalten.
Sechs Personen schlafen in drei Kabinen. Die Eignerkabine erstreckt sich über die volle Bootsbreite und hat ein eigenes Bad, die beiden weiteren Kabinen teilen sich ein zweites. Im Salon auf dem Hauptdeck sorgen große, gebogene Frontscheiben, seitliche Öffnungsfenster und ein Schiebedach für viel Tageslicht. Den Essbereich bildet eine L-förmige Sitzgruppe mit klappbarem Tisch.
Das Achterdeck ist der Hauptbereich für Aktivitäten im Freien. Zwei Türen im Spiegel öffnen bündig zur selbstlenzenden Badeplattform. Staufächer im Cockpit und eine isolierte Box nehmen Ausrüstung auf, in der sogenannten Watersports-Garage finden Wassersportgeräte Platz. Die Wetbar besteht aus einem elektrischen Grill mit LED-Beleuchtung, einem Kühlschrank mit Gefrierfach, einem Eiswürfelbereiter und Ablageflächen mit Deckeln.
Die Pantry liegt mittschiffs und bietet Arbeitsplatten aus Verbundwerkstoff, einen ausziehbaren Vorratsschrank und mehrere Kühlfächer. Gegenüber steht eine L-förmige Sitzbank. Auf dem Vordeck lädt eine gepolsterte Liegefläche mit verstellbarer Rückenlehne zum Entspannen ein, mehrere Staufächer sind hier integriert. Die namensgebende Daybridge bietet neben dem zweiten Steuerstand gepolsterte Sitzbänke für Gäste.
Das Riviera-Designteam hat den Rumpf entwickelt, er soll laut Werft auch bei Seegang für ruhigen Lauf sorgen. Die Konstruktion folgt den Vorgaben für Hochseeyachten. Die Durchfahrtshöhe beträgt 6,30 Meter, der maximale Tiefgang mit Propellern 1,35 Meter. Das spielt eine Rolle in Revieren mit Brücken oder begrenzten Wassertiefen.
Riviera gewährt auf nicht-strukturelle Bauteile zwei Jahre Garantie. Volvo Penta deckt Motoren, Antriebe, Steuerung und Displays fünf Jahre lang ab, bei D6-Motoren bis 1.000 Betriebsstunden, bei D8-, D11- und D13-Aggregaten bis 2.000. Für Rumpf, Deck, Flybridge und Hardtop gilt eine siebenjährige Strukturgarantie bis 2.800 Betriebsstunden. Die genauen Bedingungen erfährt man beim Händler.

Redakteur Test & Technik
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