„Spectre“Dritte Bond-Bennetti

Sören Gehlhaus

 · 15.08.2018

„Spectre“: dritte Bond-BennettiFoto: Unbekannt
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Mit dem 69,30 Meter langen Verdränger wurde die neunte Yacht des italo-amerikanischen Unternehmers John Staluppi gelauncht, die einen James-Bond-Filmtitel an den Aufbauten trägt.

Der Selfmade-Millionär aus Brooklyn baute sich ein Autohaus-Imperium auf und machte sich im Yachting mit "Octopussy" einen Namen. Die 44-Heesen-Meter schockten 1988 mit einem Topspeed von über 50 Knoten. "Spectre" bringt es dank Rumpfoptimierung durch Mulder Design auf beachtliche 21 Knoten. Laut Frank Mulder, der mit seinem Team die gesamte Bond-Flotte berechnete, stieg die Effizienz um 30 Prozent, ohne die Motorisierung erhöhen oder sklavischen Leichtbau betreiben zu müssen. Der Tiefgang ist mit 3,20 Meter wie bei seiner 61-Meter-Benetti "Diamonds Are Forever" wieder Bahamas-kompatibel. Zwei MTU-Aggregate mit je 2580 Kilowatt Leistung ermöglichen bei zwölf Knoten Fahrt und 120.000 Litern Diesel im Bunker eine 6500-Seemeilen-Reichweite.

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Autosammler Staluppi, für seine "Cars of Dreams"-Kollektion baute er eigens ein Museum, beteiligte sich gemeinsam mit seiner Frau intensiv am Gestaltungsprozess. Der Benetti nahe stehende Designer Giorgio M. Cassetta besorgte das Styling, das hauseigene Benetti Style Department verantwortete das Interior. Wie alle Staluppi-Yachten zuvor, wurde "Spectre" als Charteryacht und vor dem Hintergrund geplant, sie nach ein paar Jahren wieder zu verkaufen. Der Fünfdecker nimmt zwölf Gäste auf und verfügt über zwei Eignerkabinen, von denen eine Zugang zu einer privaten Terrasse hat. Zwei VIP-Suiten befinden sich auf dem Hauptdeck, darunter zwei Doppelkabinen. Für die kommode Anreise leistet sich "Spectre" ein Touch-and-Go-Helipad, für komfortables Reisen sorgen vier Finnen-Stabilisatoren von Naiad Dynamics.

Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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