Van der ValkLässt ihre größte Yacht zu Wasser

Ralf Marquard

 · 09.03.2026

Van der Valk: Lässt ihre größte Yacht zu WasserFoto: Van der Valk
Die „Shine“ vor dem Werftgelände von Van der Valk.
Die niederländische Werft Van der Valk hat mit der 39,92 Meter langen „Shine“ ihre bisher größte Yacht zu Wasser gelassen.

Im März 2026 ist in Waalwijk bei Van der Valk die 39,92 Meter lange Motoryacht „Shine“ vom Stapel gelaufen. Die unter dem Projektnamen EVO gebaute Yacht ist das bisher größte Schiff der niederländischen Werft. Bei der Taufzeremonie waren die Eigner, Handwerker, Vertreter der Design- und Ingenieurteams sowie Owner's Representative Thom Conboy anwesend, der die Eigner mit Van der Valk zusammengebracht hatte. Das Außendesign stammt von Cristiano Gatto Design, basierend auf einem ursprünglichen Konzept von SFG Design. Cristiano Gatto Design entwickelte die Raumaufteilung und das Innendesign und verfeinerte später die Deckbereiche sowie die Außenlinien für eine stimmige Gesamtästhetik.

Vom Konzept zur 40-Meter-Yacht

„Das Projekt begann mit einem vorläufigen Konzept von etwa 36 Metern, basierend auf einem Profil von SFG Design, während die Kunden nach einem Innenarchitekten für das Layout und den Stil suchten“, erklärt Cristiano Gatto, Gründer von Cristiano Gatto Design. Die erste Begegnung fand während der Palm Beach International Boat Show im März 2023 statt. Dort diskutierten sie über Möbel, darunter eine Kollektion, die Gatto damals entwarf. Dieses gemeinsame Interesse schuf eine starke Verbindung, aus der sich das Konzept für die heutige 40‑Meter‑Yacht entwickelte.

Gattos Designteam konzentrierte sich darauf, die Innenarchitektur mit dem sportlichen Außenprofil in Einklang zu bringen. „Mit ihren dynamischen Linien drückt sie klar Performance aus“, sagt Gatto. „Der Innenraum musste sich anspruchsvoll anfühlen und gleichzeitig einen visuellen Dialog mit dem Außendesign führen.“

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Performance mit MTU-Antrieb

Performance war eine weitere zentrale Priorität. „Shine“ verfügt über einen Rundspant-Verdrängerrumpf, der von Ginton Naval Architects verfeinert wurde. Kombiniert mit einer leichten Aluminiumkonstruktion und zwei MTU 16V2000‑Motoren soll die Yacht eine Reisegeschwindigkeit von 19 Knoten und eine Höchstgeschwindigkeit im 20‑Knoten‑Bereich erreichen. „Als wir 2023 zum Projekt stießen, waren zwei große Herausforderungen sofort klar“, sagt Jaron Ginton, Inhaber von Ginton Naval Architects. „Es gab eine maximale Breitenbeschränkung von 8,50 Metern aufgrund von Beschränkungen durch Kanalschleusen, während die Yacht auch die Anforderungen für uneingeschränkte Navigation erfüllen musste.“ Umfangreiche Computational‑Fluid‑Dynamics‑Studien halfen, die Rumpfform zu verfeinern.

Nach dem Stapellauf wird „Shine" Probefahrten und finale Inbetriebnahme durchlaufen, bevor sie rechtzeitig zur Sommersaison übergeben wird. Die Yacht markiert einen Meilenstein für die Werft aus Waalwijk. Informationen: Van der Valk


Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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