Ribbon 45 MK2Sportlicher Weekender aus Carbon

Martin Hager

 · 04.09.2026

Ribbon 45 MKII
Foto: Ribbon Yachts
Die Ribbon 45 MK2 ist die jüngste Modellgeneration der niederländischen Marke. Zusammen mit der sportlicheren Ribbon 45 S MK2 soll sie auf einen leichten Carbonrumpf, verschiedene Antriebe bis 1.440 PS und mehr als 40 Knoten Höchstgeschwindigkeit setzen. Die ersten Boote befinden sich laut der Niederländer bereits im Bau.

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Ribbon Yachts entwickelt seine 13,79 Meter lange Baureihe weiter. Mit der Ribbon 45 MK2 und der Ribbon 45 S MK2 stellt die Werft zwei Varianten vor, die auf derselben Rumpfform aufbauen, sich im Auftritt jedoch unterscheiden. Während die 45 MK2 als eleganter Open-Weekender beschrieben wird, soll die 45 S MK2 die sportlichere Ausprägung des Powerformates sein. Konkrete Unterschiede bei Deckslayout, Aufbau oder Ausstattung hat die Werft noch nicht veröffentlicht.

Carbon als konstruktive Basis

Der Rumpf entsteht nach Angaben von Ribbon vollständig aus Kohlefasern. Für schnelle Dayboats ist diese Bauweise keineswegs eine neue Lösung: Auch bei der Sialia 57 mit kraftvollem E-Antrieb steht die Gewichtsfrage im Mittelpunkt des Konzepts.

Die Ribbon 45 MK2 misst 3,92 Meter in der Breite und hat einen Tiefgang von 0,95 Meter. Ihr Deep-V-Rumpf wurde für hohe Geschwindigkeiten und viel Welle optimiert, wie sich das Boot tatsächlich fährt, wird ein BOOTE-Test zeigen.

Diesel, Außenborder oder Waterjet

Als Basismotorisierung nennt Ribbon zwei Volvo Penta D6 DPI mit je 380 PS. Optional sind zwei D6 DPI mit jeweils 440 oder 480 PS vorgesehen. In der stärksten Dieselversion stehen damit 960 PS zur Verfügung. Als weitere Alternative plant Ribbon drei Mercury Verado V10 mit je 400 PS am Heck, also insgesamt 1.200 PS.

Die Dieselausführungen sind mit Volvo Penta Aquamatic-Sterndrives geplant, Waterjets stehen laut Werft als Option auf der Liste. Die D6-DPI-Familie reicht beim Hersteller bis 480 PS und verbindet einen 5,5-Liter-Reihensechszylinder mit dem DPI-Duoprop-Antrieb. Wie sich eine D6-Installation in dieser Größenklasse praktisch schlagen kann, zeigte zuletzt der BOOTE-Test der FIM 440 Regina mit zwei D6-440-DPI-Motoren.

Für alle Konfigurationen nennt Ribbon eine vorläufige Höchstgeschwindigkeit von über 40 Knoten. Messwerte zu Beschleunigung, Verbrauch, Geräusch und Reichweite sind bis dato nicht verfügbar.

Technische Spezifikation

DesignRibbon Yachts / Ribbon + Partners
KonstruktionRibbon Yachts / Ribbon + Partners
Gesamtlänge13,79 m / 45,24 ft
Breite3,92 m / 12,86 ft
Tiefgang0,95 m / 3,12 ft
BauweiseKohlefaser (Carbon)
RumpfformDeep V Gleiter mit 18 Grad Deadrise
Motoren2x Volvo Penta D6 DPI 380 PS (Optional: 2x Volvo Penta D6 DPI 440 PS) (Optional: 2x Volvo Penta D6 DPI 480 PS) (Optional: 3x Mercury Verado V10 400 PS Außenbordmotoren)
Antrieb2x Volvo Penta Aquamatic Heckantriebe (Optional: Wasserstrahlantriebe)
Höchstgeschwindigkeit40+ Knoten *
Kraftstofftank1.500 Liter / 396 Gallonen
Wassertank320 Liter / 84 Gallonen
Abwassertank100 Liter / 26 Gallonen
Maximale Zuladung1.250 kg
Maximale Passagierzahl14 Personen
KlassifizierungCE-zugelassen, Kategorie B

Große Reserven für ein Wochenende an Bord

Der Dieseltank fasst 1.500 Liter, hinzu kommen 320 Liter Frischwasser und 100 Liter für Schwarzwasser. Die CE-Kategorie B und die zugelassene Personenzahl von 14 unterstreichen den Anspruch als großzügiges Dayboat für größere Wochenendtörns. Das zulässige Ladegewicht gibt die Werft mit 1.250 Kilogramm an.

Ribbon spricht von weiterentwickelten Cockpitflächen und sorgfältig überarbeiteten Details. Bis zum Test bleibt offen, wie viel Wetterschutz, Stauraum und Übernachtungskomfort die beiden MK2-Varianten bieten werden. Bei einem 45-Fuß-Sportboot mit dem angestrebten Tempo sind genau diese Punkte neben der Fahrleistung für die spätere Einordnung wichtig.

Die Ribbon 45 MK2 und 45 S MK2 werden nach Angaben der niederländischen Werft derzeit gebaut. Preis, Auslieferungsbeginn und Ort der Weltpremiere sind noch nicht bekannt.

Was ist Ihnen bei einem schnellen 45-Fuß-Dayboat wichtiger: konsequenter Leichtbau und Tempo oder mehr Schutz und Komfort an Bord?

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Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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