Nachdem die Marke Askeladden im August 2026 in die finanzielle Schieflage geraten ist, kommt nun eine positive Meldung aus Norwegen. Gleich zwei Unternehmen haben Teile der Markenrechte, Formen und immateriellen Vermögenswerte der insolventen Askeladden Boats AS von der Gläubigerbank DNB Bank ASA erworben – und wollen die Traditionsmarke gemeinsam neu aufstellen.
Das polnische Unternehmen Parker Poland Sp. Z o.o. hat die Markenrechte, Domains und alle immateriellen Vermögenswerte der Askeladden-Marke erworben. Damit positioniert sich Parker Poland als globaler Akteur im Bootsbau – mit zwei starken Marken: Parker und Askeladden.
Der Fokus von Parker Poland liegt auf der Entwicklung von Außenborder-Booten zwischen 7 und 14 Metern. Alle gemeinsamen Produkte aus der früheren Partnerschaft zwischen Parker und Askeladden werden weiterhin von Model Art Sp. Z o.o. im polnischen Ostróda gefertigt.
Für den nordischen Markt strebt Parker Poland eine Partnerschaft mit Mercury Marine an – sowohl für den Vertrieb als auch für die Motorisierung der zukünftigen Askeladden-Modelle. Parker Poland arbeitet bereits an einem neuen nordischen Vertriebsnetz für die Askeladden-Marke.
Das zweite Unternehmen im Bunde ist Norsk Modell og Formplast AS – der bisherige alleinige Produzent der Askeladden Fenix C66BR. Das Unternehmen hat die Markenrechte und Formen speziell für dieses Modell erworben und will es weiterentwickeln.
Die Fenix C66BR ist dabei kein unbekanntes Gesicht: Das Modell wurde Ende August 2026 auf der Bootsausstellung „Båter i Sjøen" in Oslo zum Boot des Jahres gekürt.
Norsk Modell og Formplast AS wird sich künftig auf die Entwicklung einer Baureihe von Außenborder-Booten im nordischen Stil unter 7 Metern konzentrieren – von Freizeitbooten bis zu Sportanglerbooten. Über eine Lizenzvereinbarung mit Parker Poland werden diese Boote unter dem Namen Askeladden vermarktet.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE
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