Astor 38 PISTARennwagen-Feeling auf dem Wasser

Ralf Marquard

 · 02.05.2026

Astor 38 PISTA: Rennwagen-Feeling auf dem Wasser
Bellini Yacht bringt ab September 2026 die Astor 38 auf den Markt. Das 38-Fuß-Modell entstand aus einem Einzelprojekt für den Rennfahrer Francesco Castellacci. Die Serienversion übernimmt die sportliche Ausrichtung des Prototyps und kombiniert sie mit Familientauglichkeit.

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Die Yacht trägt eine silber-rote Metallic-Lackierung, die an Castellaccis Ferrari LMGT3 Evo angelehnt ist.
Foto: Bellini Yacht

Bellini Yacht erweitert seine Modellreihe um die Astor 38, eine 38-Fuß-Yacht für sportlich orientierte Eigner. Der italienische Hersteller entwickelte das Modell aus einem Kundenprojekt heraus. Francesco Castellacci, professioneller Rennfahrer und FIA GT3-Europameister von 2011, beauftragte die Werft mit dem Bau einer Yacht, die Elemente aus dem Motorsport aufgreift. Aus diesem Einzelstück namens Astor 38 PISTA entstand die Serienversion, die ab September 2026 verfügbar sein wird.

Vom Einzelstück zur Serie

Die Zusammenarbeit zwischen Castellacci und Bellini Yacht begann mit einer konkreten Vorstellung: Der Rennfahrer wollte die Präzision und Kontrolle aus dem Motorsport auf eine Yacht übertragen. Die Werft arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits an einem neuen Modell in dieser Größenklasse. Beide Konzepte flossen in das Projekt ein. Das Ergebnis war die Astor 38 PISTA, ein Einzelstück mit deutlichen Bezügen zur Rennstrecke. Die Yacht trägt eine silber-rote Metalliclackierung, die an Castellaccis Ferrari LMGT3 Evo angelehnt ist. Ein Teakdeck und die Aufschrift PISTA kennzeichnen das Boot äußerlich.

Im Cockpit setzt Bellini Yacht Schalensitze ein, wie sie aus Rennwagen bekannt sind. Karbondetails verstärken diesen Eindruck. Das Lenkrad zeigt einen roten Mitteleinsatz. Die Sitzbezüge orientieren sich am Muster der Ferrari Daytona Polsterung. Gelbe Markierungen heben bewegliche Teile hervor, etwa den Buganker oder die Sonnenliege am Heck. Der Windschutzrahmen ist in Giallo Modena lackiert, einem leuchtenden Gelb. Zusammen mit der roten Wasserlinie entsteht so die Farbgebung klassischer Rennwagen.

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Serienversion mit Familienfokus

Die Serienversion der Astor 38 behält die sportliche Grundausrichtung bei, richtet sich aber an ein breiteres Publikum. Laut Werft soll der Rumpf für Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. Das Cockpit-Layout übernimmt ergonomische Prinzipien aus dem Motorsport. Im Unterschied zum Einzelstück verfügt die Serie über zwei Kabinen im Heckbereich. Diese Aufteilung macht die Yacht für Familien nutzbar. Der Innenraum verbindet zeitgemäßes Design mit funktionalen Anforderungen an Bord.

Technische Ausrichtung

Die Astor 38 reiht sich in die Modellpalette von Bellini Yacht ein, die derzeit die Astor 36 und Astor 58 umfasst. Beide Modelle kamen 2024 und 2025 auf den Markt. Die Werft arbeitet mit den Designern Brunello Acampora und Norberto Ferretti zusammen und plant Yachten bis 24 Meter Länge. Die Astor 38 soll die Lücke zwischen den bestehenden Modellen schließen.

Das Einzelstück Astor 38 PISTA wird auf dem Cannes Yachting Festival vom 8. bis 13. September 2026 ausgestellt. Dort können Interessenten das Konzept begutachten, auf dem die Serienversion basiert. Die reguläre Astor 38 soll ebenfalls ab September 2026 bestellbar sein.

Über Bellini Yacht

Bellini Yacht ist eine Tochtergesellschaft der Bellini Group und seit 2023 an der Euronext Growth Milan gelistet. Das Unternehmen konzentriert sich auf Design, Entwicklung und Produktion von Yachten. Die Muttergesellschaft Bellini Group wurde 1967 gegründet und ist am Iseosee in Norditalien ansässig. Informationen: Bellini Yacht


Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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