Die Buster L gehört seit 1994 zum Programm des finnischen Aluminiumboot-Herstellers und zählt in Finnland, Schweden und Norwegen zu den beliebtesten Motorbooten seiner Klasse. Die neue, vierte Generation des Modells wird erstmals vom 13. bis 16. August 2026 auf der Uiva Flytande In-Water Boat Show in Helsinki gezeigt. Weitere Präsentationen folgen auf der Karlshamn Boat Show in Schweden, auf der Allt På Sjön in Gustavsberg (28. bis 30. August) und der Båter i Sjøen in Oslo (28. bis 31. August).
Das neue Buster L wird in vier Ausführungen angeboten, die sich in der Anordnung der Konsolen und Sitze unterscheiden. Die Basisversion L1 verfügt über eine seitlich montierte Einzelkonsole. Das Modell Lcc erhält eine Mittelkonsole. Die Variante L2 kommt mit zwei Konsolen und bietet den Passagieren auf der Heckbank zusätzlichen Wetterschutz. Die Version Lx hat separate Sitze für Fahrer und Beifahrer sowie Platz für fünf Personen hinter den Windschutzscheiben.
Die Konsolen ist komplett neu gestaltet worden. Das Buster Q Smart-Display mit 10 Zoll Bildschirmdiagonale sitzt nun auf der rechten Seite der Konsole in einer Position, die laut Hersteller ergonomisch günstiger sein soll. Das Display mit Float-Halterung gehört bei der Lx-Version zur Serienausstattung und kann für die anderen Modelle optional bestellt werden. Alle Konsolen haben USB-C- und USB-A-Anschlüsse zum Laden von Mobilgeräten sowie eine separate 12-Volt-Steckdose.
Das Boot misst 5,12 Meter in der Länge und 1,95 Meter in der Breite. Damit ist der Rumpf einen Zentimeter kürzer und vier Zentimeter schmaler als beim Vorgängermodell. Trotz der reduzierten Außenmaße soll die Neugestaltung laut Werft zu größeren Innendimensionen führen. Alle Versionen sind selbstlenzend, sodass Regenwasser automatisch abfließt und das Boot am Steg liegen bleiben kann.
Die schwerere Lx-Version verträgt Außenborder mit bis zu 60 PS (44 kW) Leistung, während die anderen Modelle für maximal 50 PS (37 kW) ausgelegt sind. Mit maximaler Motorisierung soll das Boot etwa 28 Knoten Höchstgeschwindigkeit erreichen, so der Hersteller. Die Einzelkonsol-Modelle wiegen ohne Motor 459 Kilogramm, die L2-Version 468 Kilogramm und die Lx-Ausführung 510 Kilogramm. Die maximale Zuladung beträgt bei allen Versionen 572 Kilogramm inklusive Personen und Ausrüstung.
Der Rumpf besteht aus der Aluminiumlegierung AW 5754, die speziell für den Bootsbau entwickelt und korrosionsbeständig ist. Der Boden hat eine Materialstärke von vier Millimetern. Das Deck ist aus rutschfestem, strukturiertem Aluminium gefertigt. Alle Modelle gelten als unsinkbar, da knapp 700 Liter Auftriebsmaterial im Rumpf verbaut sind. Gleichzeitig dämmt es das Boot.
Für alle vier Versionen bietet Buster eine Fishing Edition an. Diese Ausstattungsvariante umfasst eine Bug-Casting-Plattform mit Angelsitz sowie eine flache Luke im Heckbereich, die das Staufach für die Persenning ersetzt und das Heck in eine große Casting-Plattform verwandelt. Eine Halterung an der Bugseite nimmt einen elektrischen Bugmotor auf.
Die Lx-Version hat serienmäßig einen fest eingebauten 53-Liter-Kraftstofftank. Für die anderen Modelle kann dieser Tank als Werksinstallation geordert werden. Alternativ lässt sich ein tragbarer Tank verwenden. Diese Lösung eignet sich für Reviere ohne Tankstelle am Wasser, während der fest eingebaute Tank an Stationen direkt befüllt werden kann.
Zu den verfügbaren Optionen gehören EVA-Bodenbeläge, eine Hafenabdeckung, eine Wasser-Ski-Stange, eine Rutenbox, Rutenhalter und Sitzkissen. Das Buster Q Display lässt sich mit Sonar, einem Fishfinder-Echolot und dem Guard-Paket erweitern. Letzteres ermöglicht die Überwachung von Position, Bilge und Batteriespannung über die Buster App auf dem Smartphone.
Das Comfort Edition Paket beinhaltet Sitzkissen für die Einzelkonsol-Modelle. Bei den Doppelkonsol-Versionen gehört auch eine Persenning dazu, die den hinteren Bereich des Bootes abdeckt. Der obere Bereich der Rumpfseite kann in fünf Farben bestellt werden: Black Satin Metallic, Black Satin, Grey Blue Satin Metallic, White Pearl Satin und Signature Red. Graue Rumpfseiten und eine Epoxid-Grundierung am Boden sind ebenfalls als Werksoptionen erhältlich.
Die Fertigung des neuen Buster L läuft bereits im Werk in Ähtäri, Finnland. Die ersten Kundenboote sollen im Herbst 2026 ausgeliefert werden. Preise nennt der Hersteller noch nicht.

Redakteur Test & Technik
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