​Colombo 30 BellagioKlassische Werte, moderner Auftritt

Ralf Marquard

 · 30.08.2026

Das Design der Colombo 30 stammt von der großen Schwester.
Foto: Cantieri di Sarnico
Mit der neuen 30 Bellagio entwickelt die italienische Werft Colombo ihren zeitgemäßen Stil weiter. Das offene Motorboot verbindet klassische Holzelemente mit moderner Gestaltung, digitaler Technik und einem flexiblen Cockpit.

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Die Colombo 30 Bellagio markiert den nächsten Schritt in der Designentwicklung der italienischen Werft. Der von der Colombo 40 Bellagio geprägte Stil findet in dem neuen Modell seine konsequente Fortsetzung. Entstanden ist das Boot in Zusammenarbeit mit dem Designer Davide Cipriani von Centrostiledesign.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Tradition und Moderne. Während die Holzelemente an die zeitlose Eleganz der Motorboote aus den 1960er-Jahren erinnern, zeigen sich Rumpf und Aufbau mit klaren Linien und zeitgemäßen Formen. Colombo will damit die eigene Markengeschichte bewahren und zugleich den Weg in die Zukunft weisen.

Markante Linien und zweifarbige Lackierung

Die Colombo 30 Bellagio besitzt einen schlanken, spitz zulaufenden Bug. Die seitlichen Linien verjüngen sich zum Heck und werden von einer durchgehenden, verchromten Zierleiste betont. Zur markanten Optik trägt außerdem die zweifarbige Lackierung bei: Der metallische Graugrünton des Rumpfes steht im Kontrast zum andersfarbig gestalteten Cockpit.

Die flache Silhouette soll dem Boot eine sportliche und zugleich elegante Ausstrahlung verleihen. Colombo beschreibt die Fahreigenschaften als agil und kultiviert.

Flexibles Cockpit

Auch der Grundriss ist auf eine vielseitige Nutzung ausgelegt. Das Heck ist traditionell als Sonnenliegefläche gestaltet. Im Cockpit lässt sich dagegen mit wenigen Handgriffen ein multifunktionaler Aufenthaltsbereich schaffen.

Ein versenkbarer Tisch kann bei Bedarf ausgeklappt werden. Ein elektrisch betriebenes Bimini-Top spendet Schatten und lässt sich bei Nichtgebrauch in die Konstruktion integrieren. So soll das Cockpit sowohl für die Fahrt als auch für Pausen und gesellige Stunden genutzt werden können.

Digitale Monitore in den Armlehnen

Besondere Aufmerksamkeit widmet Colombo dem Steuerstand. Erstmals in diesem Segment integrieren sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrersitz einen seitlichen Touchscreen in die Armlehne.

Die Monitore lassen sich bei Bedarf ausfahren. Im eingefahrenen Zustand verschwinden sie weitgehend aus dem Blickfeld und fügen sich in das mit Holz gestaltete Armaturenbrett ein. Die Technik soll dadurch nicht wie ein nachträglich eingesetztes Display wirken, sondern wie ein Teil des Gesamtdesigns.

Holz bis zum Vorschiff

Das Vorschiff ist mit hochwertigen Hölzern verkleidet. Die Gestaltung greift die Optik des Cockpits auf und schafft so eine durchgehende visuelle Linie vom Bug bis zum Heck. Die Holzausführung unterstreicht zugleich den handwerklichen Anspruch der Werft. Unter Deck steht ein offen gestalteter Bereich zur Verfügung. Er umfasst eine Lounge sowie eine Nasszelle.

Mit der Colombo 30 Bellagio zeigt die Werft, wie sich moderne Technologie und klassischer Bootsbau miteinander verbinden lassen. Das Ergebnis ist ein kompaktes Motorboot, das italienische Gestaltung, hochwertige Materialien und eine zeitgemäße Nutzung in einem eigenständigen Konzept zusammenführt. Informationen: Colombo


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Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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