E1 SeriesKurs auf Luanda – Will Smith präsentiert den Angola-GP

David Ingelfinger

 · 10.04.2026

Bild 1
Foto: E1 Series
Prominenz in Luanda: Will Smith, Besitzer des Teams Visit Angola Westbrook Racing, und E1-Gründer Alejandro Agag bei der offiziellen Bekanntgabe des Grand Prix in Angola.
​Die Elektroboot Rennserie E1 Series erweitert ihren Rennkalender. Im September 2026 wird erstmals ein Grand Prix in der angolanischen Hauptstadt Luanda ausgetragen. Gemeinsam mit Hollywood-Star und Teambesitzer Will Smith wurde die neue Station feierlich angekündigt.

Themen in diesem Artikel

Einen Monat vor dem ersten Rennen in Europa am Comer See hat die E1 Series im März 2026 die letzte Lücke im Rennkalender gefüllt. Neben dem Rennen in Nigeria wird nun also auch ein zweites Rennen in dieser Saison in Afrika stattfinden.

Luanda: Neue Bühne für Elektro-Rennsport

Mit Will Smith war einer der prominentesten Teambesitzer der Serie persönlich vor Ort, um die neue Station im Rennkalender bekanntzugeben. Smith sieht in dem Engagement der E1 Series mehr als nur ein sportliches Event. In der Pressekonferenz äußerte er sich folgendermaßen:

Afrika hat schon immer Leidenschaft und unermüdlichen Tatendrang verkörpert. E1 in Angola ist mehr als nur ein Moment; es ist eine Bewegung.“

Für die noch junge Rennserie ist die Präsenz von Superstars ein entscheidender Faktor, um sich global zu vermarkten. Neben Will Smith stehen hinter den zehn Teams weitere prominente Personen wie Rafael Nadal, Tom Brady oder Didier Drogba.


Weitere Artikel zur E1 Series:


Fokus auf Nachhaltigkeit

Warum aber Luanda? Die Wahl fiel nicht zufällig auf die angolanische Hauptstadt. Luanda gilt als eines der wichtigsten maritimen Tore Afrikas und investiert laut der E1 Series massiv in nachhaltige Technologien, insbesondere in Wasserkraft. Alejandro Agag, Gründer und Vorsitzender der E1, betonte: „Luanda passt perfekt zur Mission von E1, an Orten Rennen auszutragen, die Innovation, ökologischen Ehrgeiz und eine tiefe Verbindung zum Wasser verkörpern.“ Auch der angolanische Tourismusminister Márcio de Jesus Lopes Daniel sieht in dem Rennen eine Chance, Angola als Ziel für verantwortungsbewussten Tourismus zu positionieren.

RaceBirds: Die E1 Series erreicht den Süden

Das Rennen im September wird das erste seiner Art im Süden von Afrika sein. Die Fans können sich auf die futuristischen „RaceBirds“ freuen – vollelektrische Rennboote, die von gemischten Teams aus männlichen und weiblichen Piloten gesteuert werden. Die UIM E1 World Championship wurde im Jahr 2020 von Alejandro Agag und Rodi Basso ins Leben gerufen.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Agag begründete vor der E1 bereits die beiden Rennserien Formel E und Extreme E. Er gilt als Pionier in der Elektrifizierung des Rennsports auf dem Wasser und an Land. Rodi Basso ist ein ehemaliger Ingenieur von Ferrari und Red Bull Racing, führt die technische Leitung und bringt seine Expertise aus der Formel 1 direkt in die Entwicklung der sogenannten RaceBirds ein.


Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

Meistgelesen in der Rubrik Boote