Frauscher Lido

Ralf Marquard

 · 19.10.2011

Frauscher LidoFoto: BOOTE
Frauscher Lido
Die Frauscher 686 Lido: die etwas andere Centerkonsole für den puren Sport- und Fahrspaß. Wir fuhren das knapp 7 m lange Boot mit einem Dieselmotor.
Frauscher LidoFoto: BOOTEFrauscher Lido

Wasserskilaufen, Tubefahren, Badeausflüge, Sonnenbaden oder Entdeckungstouren mit Freunden – die Frauscher Lido mit ihrem Mittelfahrstand ist für viele Freizeitmöglichkeiten zu gebrauchen. Dieses Attribut haben andere Boote auch, doch fällt die Frauscher mit ihrem außergewöhnlichen Design besonders ins Auge.

Test Frauscher Lido
Foto: Morten Strauch


Was wird dem Eigner auf der etwa 7 m langen und 2,25 m breiten Lido geboten? Eine große Heckliege und Sitzbank, futuristische Centerkonsole und ein Bugbereich mit zwei Sonnenbänken. Die Polster haben eine mäßige Festigkeit. Platz für Ausrüstung und Sportgeräte, wie Wakeboard oder Wasserski, gibt es passend in Staukästen vorn und achtern. Besonderheit an der Mittel-klappe im Bug: Mit einem Bügel lässt sich das hochgeklappte Teil arretieren, und es entsteht ein Tisch. Badelustige gelangen über Heckbank und Sonnenliege zu einer mit Holz belegten Badeplattform. Die dazugehörige 3-Stufen-Leiter ist mit einem Federverschluss gesichert und lässt sich vom Wasser aus gut bedienen. Wer den Komfort einer Heckdusche haben möchte, zahlt gut 1000 € extra.

Aufpreis kostet auch unsere Testmotorisierung, ein Volkswagen-Marine-TDI-230-6-Motor (jetzt bei Cummins-Marine), der mit gut 35 000 € zu Buche schlägt. Lässt man den Motor eingekuppelt im Standgas (etwa 700/min) laufen, fährt die Lido gut 3 kn. Schnelle Verdrängerfahrt mit „uferfreundlicher“ Heckwelle liegt um 6 kn. In beiden Fällen überzeugt gute Kursstabilität, die auch Gewichtsverlagerungen nur gering beeinflussen.

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Der gesamte Test steht in BOOTE 11/11.

Datenblatt: Frauscher 686 Lido

Werft: Frauscher Bootswerft GmbH & Co KG

Typbezeichnung: Frauscher 686 Lido

CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 6,86 m

Breite: 2,25 m

Verdrängung: 1,70 t

Preis: 126.606,00 €

Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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