Highfield BoatsEigene Sparte für Behörden-Boote

Jan-Ole Puls

 · 23.10.2026

Die neue Bootsreihe von Highfield.
Foto: Highfield
Highfield Boats hat eine neue Abteilung für professionelle Anwender gegründet. Highfield PRT richtet sich an Polizei, Rettungsdienste und Militär. Die Sparte bietet drei Produktlinien mit Booten von 3,8 bis 11 Metern Länge an.

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Der Bootshersteller Highfield Boats hat mit Highfield PRT eine eigene Abteilung für den professionellen Markt geschaffen. PRT steht für Patrol, Rescue und Tactical – also Patrouille, Rettung und taktische Einsätze. Die neue Sparte bedient Behörden, Rettungsdienste, Polizei, Küstenwache und militärische Einheiten. Firmengründer Julien Carussi übernimmt die Leitung als CEO. Stefanie Sun wechselt von ihrer Position als Supply Chain Director bei Highfield Boats zur Betriebsleiterin von Highfield PRT. Nach Angaben von Carussi liefere Highfield bereits seit mehreren Jahren Boote an professionelle Nutzer. Die Nachfrage sei stetig gewachsen, weshalb man nun eine eigene Struktur schaffe.

Drei Produktlinien für unterschiedliche Einsätze

Das Angebot gliedert sich in drei Serien. Die VIPER-Reihe umfasst leichte Schlauchboote von 3,8 bis 5,8 Metern Länge. Die RAPTOR-Serie besteht aus RIBs (Rigid Inflatable Boats – Festrumpf-Schlauchboote) zwischen 6,6 und 8,7 Metern. Die SENTINEL-Linie bietet D-Tube-RIBs von 6 bis 11 Metern an. D-Tube bezeichnet dabei einen D-förmigen Schlauchkörper, der entweder mit Luft oder Schaum gefüllt werden kann. Jede Serie zielt auf spezifische Einsatzbereiche ab und unterscheidet sich in Bauweise und Ausstattung.

VIPER für schnelle Einsätze

Die VIPER-Boote sind für Situationen konzipiert, in denen schnelle Mobilität zählt. Die vier Modelle VPR380, VPR420, VPR470 und VPR580 lassen sich im Feld aufblasen und per Fahrzeug oder Flugzeug transportieren. Das kleinste Modell misst 3,8 Meter, das größte 5,8 Meter. Laut Hersteller bieten die Boote trotz geringer Größe hohe Zuladungskapazität. Der flache Tiefgang ermögliche das Anlanden an Stränden. Die Ausstattung lasse sich an militärische oder zivile Rettungseinsätze anpassen. Die Boote richten sich an Einheiten, die rasch an wechselnden Orten operieren müssen.

RAPTOR für Patrouille und Rettung

Die RAPTOR-Serie richtet sich an Küstenwache, Wasserschutzpolizei und Rettungsdienste. Die drei Modelle RPT660, RPT760 und RPT860 messen 6,6, 7,6 und 8,6 Meter. Die Aluminiumrümpfe sollen laut Highfield auch in rauen Gewässern bestehen. Typische Einsätze umfassen maritime Patrouille, Seenotrettung, Boarding-Operationen und Fischereikontrolle. Die Boote können als Beiboote auf größeren Schiffen mitgeführt werden. Die Bauweise kombiniert einen starren Rumpf mit aufblasbaren Seitenschläuchen, was Stabilität und Auftrieb erhöhen soll.

SENTINEL für komplexe Missionen

Die SENTINEL-Reihe umfasst fünf Modelle: SNT600, SNT660, SNT760, SNT900 und SNT1100. Die Längen reichen von 6 bis 11 Metern. Diese Boote nutzen D-förmige Schlauchkörper, die wahlweise mit Luft oder geschlossenzelligem Schaum gefüllt werden. Die Schaumfüllung macht die Boote unsinkbar, auch bei Beschädigung des Schlauchs. Die große Deckfläche bietet Platz für Personal und Ausrüstung. Einsatzgebiete sind militärische Interventionen, Taucherunterstützung, Truppentransport, Offshore-Patrouillen und Küstenwachaufgaben. Die Boote lassen sich laut Hersteller an verschiedene Missionsprofile anpassen.

Service und Anpassung

Highfield PRT versteht sich nach eigenen Angaben nicht nur als Bootshersteller, sondern als Lösungsanbieter. Stefanie Sun erklärt, man liefere integrierte Systeme für maritime Einsätze. Dazu gehören Beratung bei der Modellwahl, individuelle Anpassungen, technischer Support, Schulungen, Ersatzteile und Kundendienst über die gesamte Nutzungsdauer. Die Boote werden auf Kundenwunsch konfiguriert. Interessierte Partner und Vertriebspartner können sich unter info@highfieldprt.com melden. Das Unternehmen sucht aktiv nach neuen Vertretungen für die PRT-Reihe.


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Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

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