Husky R5Go-Kart Gefühl auf Aluminiumrumpf

David Ingelfinger

 · 01.05.2026

Die Husky R5 in Fahrt vor der schwedischen Küste. Mit 100 PS am Heck erreicht das 5,46 Meter lange Alu-Boot 36,5 Knoten.
Foto: Finnmaster Boats
Viel Fahrspaß bei wenig Masse. Mit der Husky R5 bringt die finnische Werft Finnmaster einen fünf Meter langen Aluminium-Bowrider auf den Markt. Das Leichtgewicht lässt sich problemlos trailern und erreicht mit 100 PS eine Spitze von 36,5 Knoten.

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Seit über 30 Jahren ist Finnmaster dafür bekannt, Boote für die harten Bedingungen skandinavischer Küstengewässer zu konzipieren. Während der Hersteller in seiner Hauptserie klassisches GFK verbaut, sind die Rümpfe der Husky-Boote aus Aluminium gefertigt. Die R5 ist das Einstiegsmodell in die R-Serie von Husky.

Layout und Details

Finnmaster selbst fasst das Layout unter dem Oberbegriff „Smart Design“ zusammen. Das offene Vordeck ist schlicht gehalten und bietet Raum für Ausrüstung oder eine freie Standfläche für das Angeln. Insgesamt können dort zwei Personen unterkommen. Eine Kiste bringt zusätzlichen Stauraum und ist gleichzeitig eine Sitzgelegenheit. Im zentralen Cockpitbereich hinter der hohen Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas befinden sich zwei drehbare Offshore-Sitze mit Gleitschienen, die auch bei sportlicher Fahrweise guten Seitenhalt bieten.

Den Heckabschluss bildet eine durchgehende Bank, deren Stauraum auch bei montierten Polstern zugänglich bleibt. Zwei Badeplattformen wurden für den Einstieg über das Heck ebenfalls ins Layout integriert. Praktisch sind auch die integrierten Fenderstangen im Bug des Bootes, mit denen die Fender einfach während der Fahrt verstaut werden können.

Fahrspaß mit Kehrseite

Bei dem Test auf dem Wasser zeigt sich die Husky R5 sehr agil. Mit der maximal zulässigen Motorisierung von 100 PS am Heck lässt sich das leichte Aluminiumboot fast wie ein Go-Kart bewegen. Jede kleinste Bewegung am Steuerrad wird unmittelbar umgesetzt. Auch die Beschleunigung macht wegen des geringen Eigengewichts von 535 Kilogramm wirklich Spaß. Das Boot kommt schnell in Gleitfahrt und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 36,5 Knoten.

Das geringe Gewicht und die Materialwahl haben auch ihre Nachteile, die sich vor allem bei kabbeliger See bemerkbar machen. Da die nötige Masse fehlt, um Wellen souverän zu durchschneiden, wird der Rumpf des Bootes schnell unruhig. Zudem gibt der Aluminiumrumpf Rückmeldungen sehr direkt und trocken an die Besatzung weiter. Wer auf Binnengewässern oder in geschützten Revieren unterwegs ist, erhält mit der R5 jedoch ein wendiges Boot, das sich gut manövrieren und trailern lässt.

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Technische Daten

Die Husky R5 ordnet sich in die CE-Kategorie C für küstennahe Gewässer ein. Der Rumpf ist offiziell auf eine Besatzung von bis zu fünf Personen ausgelegt. Für die nötige Reichweite sorgt ein fest installierter 64-Liter-Kraftstofftank. Die wesentlichen Spezifikationen im Überblick:

KategorieDaten
Länge5,46 m
Breite2,10 m
Tiefgang0,35 m
Gewicht (exkl. Motor)535 kg
Personenkapazität5 (CE-Kategorie C)
Motorisierung50 – 100 PS
Kraftstofftank64 Liter
SteuerungKabel oder Hydraulik

Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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