Loxo 30 OpenPogo zeigt sparsames 9-Meter-Motorboot

Lars Bolle

 · 29.06.2026

Die Loxo 30 Open von Pogo Structures als Ausflugsboot.
Foto: Pogo Structures
Mit der Loxo 30 Open kündigt Pogo Structures ein offenes 9-Meter-Motorboot für maritime Profis und anspruchsvolle Freizeitskipper an. Die Werft verspricht einen auf 15 bis 20 Knoten optimierten Rumpf, bis zu 40 Prozent weniger Verbrauch und viel Nutzwert auf offenem Deck, belastbare Vergleichsdaten und viele Praxiswerte fehlen bislang aber noch.

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Mit der Loxo 30 Open erweitert Pogo Structures seine Motorbootlinie um ein offenes Modell im 9-Meter-Segment. Auf der Produktseite der Werft wird das Boot als vielseitige Plattform für maritime Profis und Freizeitskipper beschrieben. Genannt werden unter anderem Personentransport, Angeln, Tauchen, Überwachung und Freizeitfahrten.

Die Loxo 30 Open soll 9 Meter lang und 2,55 Meter breit werden. Vorgesehen sind Außenborder mit bis zu 150 PS, ldie Plattform soll aber auch elektrische Antriebssysteme aufnehmen können. Der Marktstart ist für Januar 2027 angekündigt.

Loxo 30 Open soll zwischen 15 und 20 Knoten effizient laufen

Pogo positioniert die Loxo 30 Open nicht als Leistungsboot, sondern als effizientes Arbeits- und Freizeitboot für moderates Tempo. Laut Werft ist der Rumpf vor allem für den Bereich zwischen 15 und 20 Knoten ausgelegt.

Das Konzept sieht einen Hybridrumpf vor, der mit vergleichsweise wenig Leistung ins Gleiten kommen soll. Pogo spricht in diesem Zusammenhang von bis zu 40 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch als bei vergleichbaren Booten. Dieser Punkt soll das Verkaufsargument werden. Denn steigende Kraftstoffkosten betreffen nicht nur gewerbliche Betreiber, sondern auch private Eigner, die Reichweite und Jahresbudget im Blick behalten.

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Hybridrumpf, Sandwichbau und kleine Motorisierung

Technisch setzt Pogo laut den vorliegenden Angaben auf einen Verbundaufbau in Sandwichbauweise. Gefertigt werde die Loxo 30 Open per Vakuuminfusion, mit Glasfaser- und Polyesterlagen um einen Schaumkern. Der Vorteil dieses Aufbaus liegt laut Werft im Verhältnis aus geringem Gewicht und hoher Steifigkeit.

Dieser Ansatz soll die vergleichsweise kleine Motorisierung möglich machen. Weniger Gewicht bedeutet bei gleicher Aufgabe potenziell weniger Leistungsbedarf und damit geringeren Verbrauch.

Bei den Fahreigenschaften nennt die Werft mehrere konstruktive Details. Schmale Wasserlinien sollen das Verhalten in kabbeligem Wasser verbessern, ein stabiles Heck die Gesamtstabilität unterstützen und ein kleiner Kiel die Kursstabilität fördern.

Offenes Deck für Passagiere, Taucher und Hafenarbeit

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Vielseitigkeit. Die Loxo 30 Open ist als offene und modulare Plattform angelegt. Genannt werden Konfigurationen für Passagiertransport, Taucheinsätze, maritime Überwachung, Hafenbetrieb, gewerbliche Fischerei und Yachtclubs.

Das Boot soll mit bis zu zwölf Passagieren und einem Skipperbelastbar sein. Damit käme die Loxo 30 Open auf eine Gesamtkapazität von 13 Personen. Für viele küstennahe Transport- und Ausflugseinsätze wäre das eine relevante Größe.

Zur passiven Sicherheit nennt Pogo wasserdichte Schotten und in die Struktur integrierte Auftriebskammern. Diese sollen die Schwimmfähigkeit des Boots auch bei schwerer Beschädigung erhalten.

2,55 Meter Breite und erster Einsatz ab 2027

Besonders praxisnah ist die Breite von 2,55 Metern. Damit bleibt die Loxo 30 Open in einem Bereich, in dem der Straßentransport ohne die bei breiteren Einheiten üblichen Sondergenehmigungen möglich wäre. Für gewerbliche Nutzer mit wechselnden Einsatzorten kann das ebenso wichtig sein wie für Eigner, die Winterlager und Wartung flexibel organisieren wollen.

Die erste Einheit soll ab Januar 2027 an Bleu Evasion gehen und im Nationalpark Calanques bei Marseille Passagiere transportieren.

Ganz neu ist der gewählte Ansatz bei Pogo Structures nicht. Schon bei der Loxo 32 setzte die Werft auf einen schlanken, leichten Rumpf und überschaubare Motorisierung. Die Loxo 30 Open schärft diese Linie nun weiter, diesmal mit offenem Deck und klarer Ausrichtung auf professionelle und halbprofessionelle Einsätze.

Offen bleiben vorerst die entscheidenden Daten für eine harte Einordnung: Preis, CE-Kategorie, Tankgröße, Reichweite mit Verbrenner, Batteriekonfiguration bei Elektroantrieb und belastbare Messwerte zum Verbrauch. Daran wird sich am Ende entscheiden, ob aus dem interessanten Konzept auch ein überzeugendes Praxisboot wird.


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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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