Die X430 reiht sich zwischen die bereits bekannten Modelle X350 und X400 ein und richtet sich an Eigner größerer Yachten – idealerweise ab 20 Metern aufwärts. Christian Grande, kein Unbekannter im italienischen Yacht-Design, zeichnet für die Linienführung verantwortlich. Herausgekommen ist ein sportlich-eleganter Tender, der mit klaren Konturen und einer dezenten Aggressivität auftritt.
Das Bugdesign fällt sofort ins Auge: breit, mit seitlich hochgezogenen Polstern, die das Schlauchprofil teilweise umschließen – was nicht nur gut aussieht, sondern auch den Komfort an Bord erhöht. Die Gummileiste entlang der Seite ist mehr als Zierde: Sie erinnert an das Profil des Cinturato Blue Full Wet, dem Nassrennreifen aus der Formel 1. So bleibt auch hier die Verbindung zum Motorsport mehr als nur eine Marketingfloskel.
Ein klappbares Rückenpolster im Heck verwandelt die Sitzbank im Handumdrehen in eine Sonnenliege. Bis zu sieben Personen finden auf dem 4,30 Meter langen Boot Platz. Für den Antrieb sorgt ein 130 PS starker Rotax-Jetantrieb – leise, effizient und flachbauend, wie es sich für einen Tender gehört. Praktisch: Das abnehmbare Steuerrad erleichtert das Verstauen in engen Garagen. Optional gibt’s unter anderem eine Wakeboard-Halterung und eine wasserdichte Bugtasche.
Die neue Pit Lane Version bringt noch mehr Rennsport-Optik ins Spiel: schwarzer Rumpf, wahlweise mit roten, gelben oder weißen Akzenten – eine Anspielung auf die bekannten Farbcodes der Pirelli-Rennreifen. Wer also auch auf dem Wasser ein bisschen Boxengassen-Feeling sucht, wird hier fündig.
Mit der Ankündigung des größeren Schwestermodells X460 für das Frühjahr macht Sacs Tecnorib deutlich, dass die X-Line nicht bloß ein Nischenspielzeug bleibt, sondern systematisch zur Komplettserie ausgebaut werden soll.

Redakteur Test & Technik