Nach der Wellcraft 28 bringt der amerikanische Hersteller zwei größere Modelle auf den Markt. Die Wellcraft 33 T-Top und die Wellcraft 33 Speedster messen jeweils 10,34 Meter in der Gesamtlänge. Die Breite liegt bei 3,17 Metern. Beide Boote sind für Offshore-Fahrten ausgelegt. Die Weltpremiere der T-Top-Version findet auf dem Cannes Yachting Festival vom 8. bis 13. September 2026 statt.
Der Rumpf stammt vom Konstruktionsbüro Navia Design und verfügt über zwei Stufen. Diese sogenannten Twin-Steps sollen laut Hersteller schnelles Angleitern ermöglichen und für Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. Die Boote erreichen nach Herstellerangaben über 50 Knoten Höchstgeschwindigkeit. Käufer können zwischen verschiedenen Mercury-Außenbordern wählen: einzelne oder paarweise montierte V8- oder V10-Motoren mit einer Gesamtleistung zwischen 350 und 700 PS. Der Tiefgang beträgt bei hochgeklappten Motoren 0,90 Meter. Das Leergewicht liegt bei etwa 3.900 Kilogramm.
Das Deck verläuft auf einer Ebene rund um die Kabine. Vorne befindet sich ein Cockpit mit Sitzgelegenheiten. Achtern stehen drei verschiedene Cockpit-Module zur Wahl. Die Standardausführung heißt Lounge und bringt eine fest installierte L-förmige Sitzbank mit. Dazu kommt ein abnehmbarer Tisch aus Verbundmaterial. Unter den Bänken befinden sich Staufächer. Das optionale Relax-Modul verwandelt den Heckbereich in eine Liegefläche. Die Sonnenliege bietet Platz für drei Personen und verfügt über klappbare Rückenlehnen und Armlehnen. Gegenüber der Liegefläche steht eine U-förmige Sitzgruppe mit Tisch. Eine nach vorne gerichtete Dreierbank und zusätzlicher Stauraum unter der Sonnenliege gehören ebenfalls dazu.
Das dritte Modul trägt den Namen Barracuda und ist nur für die T-Top-Version erhältlich. Es richtet sich an Angler. Am Heck sind fünf Rutenhalter integriert. Eine Fischbox mit 150 Litern Volumen verfügt über eine Ablasspumpe und einen Macerator (Zerkleinerungspumpe). Ein Lebendköder-Behälter fasst 120 Liter und wird von einer Seewasserpumpe versorgt. Eine Waschpumpe gehört zur Ausstattung. Statt der Sitzbank gibt es zwei Reihen Pilotensitze und eine klappbare Dreierbank. Eine Vorbereitungsstation mit Wasschbecken, Tackle-Schublade und Stauraum ergänzt das Modul. Weitere Rutenhalter in den Schanzkleidsäulen und Rocket Launcher (spezielle Bootsrutenhalterung) mit radialen Auslegern am Hardtop runden das Angelpaket ab.
Der Steuerstand ist auf den Fahrer ausgerichtet. Die Instrumententafel integriert Garmin-Bildschirme, Audiosystem und Belüftungsdüsen. Die T-Top-Version bietet zwei Windschutzscheiben-Optionen: Sport oder High. Die Höhe bis zum Dach beträgt 2,60 Meter. Eine seitliche Tür erleichtert den Wassereinstieg. Der Anker lässt sich durch einen Durchbruch im Rumpf bedienen. Beide Modelle bieten Platz für bis zu zwei Kojen. Die Polsterung besteht aus marinegerechtem Material. Schutzleisten an den Seiten schützen den Rumpf. Das charakteristische Z-Design von Wellcraft findet sich im Außendesign wieder.
Wellcraft setzt bei der Konstruktion auf die hauseigene W.I.S.E.-Technologie. Die Abkürzung steht für Wellcraft Infusion Structure Engineering. Das Verfahren kombiniert Infusions- und Injektionstechnik. Dabei werden Stringer (Längsversteifungen) und Rumpf in einem Stück gefertigt. Nach Herstellerangaben führt dies zu einem leichteren und steiferen Aufbau. Der Prozess verwendet mehr Glasfaser und weniger Harz als herkömmliche Methoden. Dies soll das Verhältnis von Leistung zu Gewicht verbessern und die Umweltbelastung in der Produktion verringern.

Redakteur Test & Technik
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