Nach dem vierten Platz im Gesamtweltcup 2025 gelang dem Team-Aoki in Saudi-Arabien eine erfolgreiche Rückkehr. Mit den beiden Piloten Sara Misir und Dani Clos gewannen Sie mit deutlichem Abstand den Dschidda-GP. Platz zwei und drei gingen an Team Brady und Team AlUla. Dahinter folgten der Sierra Racing Club auf Platz vier und das neue Team-Monaco auf dem fünften Rang.
Die Pilotin Sara Misir vom Team Aoki sitzt im Cockpit und prüft die Systeme ihres pinken RaceBirds. Die Crews in der Schaltzentrale machen sich bereit für den Start. Wolken ziehen auf. Vor der surrealen Wüstenlandschaft in Dschidda begeben sich die Boote langsam in Startposition. Das Signal ertönt, die RaceBirds beschleunigen. Das Rennen kann beginnen. Nach ein paar hundert Metern Fahrt legt sich der Gischt-Nebel hinter den Boliden. Mit der richtigen Foileinstellung heben sie sich aus dem Wasser und beginnen zu schweben.
Die erste Kurve ist schnell in Sicht und das Feld rückt eng aneinander. Plötzlich taucht rechts von Sara Misir das orangene Boot von Cris Lazarraga (Team Rafa) auf. Beide lenken hart ein und es kommt zum Kontakt. Unter der Wasseroberfläche stoßen die Foils der RaceBirds gegeneinander. Sara Misir hält jedoch die Spur und kommt als erste Fahrerin aus der Linkskurve raus. Ein Manöver, das am Ende Team Aoki den Gesamtsieg einbringen wird.
In Dschidda herrschten am ersten Rennwochenende schwierige Wetterbedingungen. Während in der Wüste normalerweise die Sonne erbarmungslos auf die Boote brennt, sorgte dieses mal eine Wolkenfront über dem Roten Meer für diffuses Licht und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das Wasser war unruhiger als im Vorjahr, was die Piloten vor einige Herausforderungen stellte, da die Foiler bei instabilem Wellengang leichter aus dem Schwebezustand fallen. Trotz der schwierigen Verhältnisse fanden die Teams im Laufe der Halbfinals besser in den Rhythmus und passten ihren Kurs an die Wellen an.
Alle Teams in der E1 treten mit technisch identischen Booten an, da eigenmächtige Änderungen an den Boliden streng untersagt sind. Ab einer Geschwindigkeit von etwa 18 Knoten hebt sich der Rumpf der sogenannten RaceBirds dank der Foils aus dem Wasser und geht in ein stabiles Gleiten über. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Rennserien.
Außergewöhnlich ist ebenfalls das festgeschriebene Paritätsprinzip: Jedes Team muss mit einem Piloten und einer Pilotin antreten, wobei beide an gleich vielen Rennen teilnehmen sollen. Die Punkte beider Fahrer werden am Ende addiert und ergeben die Gesamtwertung. Prominente Sportler und Musiker wie Tom Brady, Rafael Nadal, LeBron James oder Steve Aoki treten zudem als Teamchefs auf und bringen Aufmerksamkeit für die noch junge Rennserie.
Die Erwartungen an die neue Saison sind groß. Mit dem Einstieg zwei neuer Teams, darunter Team Monaco, wurde das Feld auf zehn Boote erweitert. Gleichzeitig dürfen sich die Fans auf mehr Rennen und Veranstaltungsorte freuen. Statt fünf wie im letzten Jahr, werden 2026 acht Rennen ausgetragen. Auch an der Technik wurde gefeilt. Dank optimierter Batteriesysteme können die Piloten nun den „Power Boost“ zur kurzzeitigen Geschwindigkeitssteigerung einfacher über die gesamte Renndistanz verteilen.