Die Sargo 32 ist ein Boot mit geschlossenem Steuerstand, das sich über das ganze Jahr fahren lässt. In der Modellpalette der Werft steht sie über der Sargo 31, mit 9,75 Metern Gesamtlänge ist sie etwa 30 Zentimeter länger. Die Designsprache hat Sargo von der größeren Sargo 45 übernommen. Bug und Heck sind geradliniger gezeichnet, dadurch wird die Wasserlinie länger. Das soll nach Angaben der Werft die Laufeigenschaften verbessern.
Obwohl die 32er länger ist, wiegt sie nicht mehr als ihr Vorgänger. Rumpf und Deck entstehen in Vakuuminfusion. Dabei wird das Harz unter Vakuum in die Fasermatten gezogen, die Menge lässt sich so genau steuern. Thomas Sarin, Leiter der Produktentwicklung bei Sargo Boats, sagt, dass sich auf diese Weise das Gewicht niedrig halten lässt. Zusammen mit dem Rumpfdesign und den serienmäßigen Interceptoren soll das für ausgewogene Fahreigenschaften bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Seegängen sorgen.
Die Sargo 32 ist für einen einzelnen Motor gebaut. Wer mehr Leistung will, kann sie auch mit zwei Motoren bestellen. Die Einmotorenversion kostet in der Anschaffung weniger und dürfte auch bei Wartung und Kraftstoff günstiger bleiben. Matti Laurila, Geschäftsführer von Sargo Boats, hält fest, dass mehr Komfort nicht automatisch mehr Gewicht, mehr Motorleistung und höhere Betriebskosten heißen muss. Mit der 32 wolle man Eigner ansprechen, die vor allem das nutzen, was sie täglich an Bord brauchen.
Die längere Wasserlinie bringt zusätzlichen Raum im Bug und im Heck. Unter Deck gibt es zwei Kabinen mit zusammen fünf Schlafplätzen. Neu ist eine eigene Duschkabine, die es in der Sargo 31 noch nicht gab. Der Innenraum wirkt dadurch großzügiger, obwohl das Boot kaum gewachsen ist. An Deck stehen vorn und achtern Flächen zum Aufenthalt zur Verfügung.
Serienmäßig hat der Steuerstand der Sargo ein großes Schiebedach und breite Seitentüren. Geöffnet bringen sie Licht und Frischluft in den Innenraum, bei schlechtem Wetter lässt sich alles schließen. Für zwei große Displays ist am Steuerstand Platz. Eine seitliche Pforte macht das Einsteigen vom Steg aus leichter. So lässt sich das Boot bei ganz unterschiedlichem Wetter fahren.
Zur Serienausstattung gehören Interceptoren. Das sind kleine Klappen am Heck, die elektrisch ausgefahren werden und die Trimmung des Bootes beeinflussen. Sie helfen, das Boot waagerecht zu halten, und können den Verbrauch senken. Anders als Trimmklappen bewegen sie sich senkrecht und reagieren schneller auf veränderte Bedingungen. Die Werft hat sie in die Serie genommen, damit das Boot einfacher zu fahren ist.

Redakteur Test & Technik
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