„In diesem Sinne“, mit diesen Worten beendete Claus Breitenfeld stets die Vorworte des Magazins Stander, dem er als langjähriger Chefredakteur vorstand, bis der Stander Anfang der 2000er Jahre in BOOTE aufging. In der Branche war Claus für seine authentische Art und sein Fachwissen bekannt.
Motorboot fahren war seine Leidenschaft. Ob Stahlverdränger, Offshore-Powerboat, Familienkreuzer oder Angelboot – solange ein Motor den Vortrieb brachte, war Claus in seinem Element. In jungen Jahren stieg er selbst ins Rennboot, die Eigenschaften eines Bootes erkannte er auf den ersten Metern, oder schon nach einem Blick über den Rumpf. Technisch war er immer auf der Höhe der Zeit und interessiert an dem, was es Neues gab. Oft war er selbst einer der Ersten, der die technische Neuheiten ausprobierte, um dann darüber zu schreiben.
Ob Still- oder Rauwasser, ob gemütlich mit dem Verdränger über holländische Kanäle oder mit über 200 km/h im Powerboat über den Rhein, ob im Sportcruiser auf dem Mittelmeer oder im Pontonboot an Floridas Küsten – Claus Breitenfeld war im wahrsten Sinne – in Sachen Motorboot „mit allen Wassern gewaschen“. Hier machte ihm keiner etwas vor.
Claus Breitenfeld starb in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar im Alter von 77 Jahren. Mit Claus Breitenfeld verliert die Motorboot-Szene einen anerkannten Fachmann, ein Original, Freund und Kollegen.

Chefredakteur BOOTE