Suncamper 30

Ralf Marquard

 · 14.02.2012

Suncamper 30Foto: Morten Strauch
Test Suncamper 30
Die Suncamper 30 ist eine außergewöhnliches Kajütboot, das viele praktische Lösungen zeigt. Wir fuhren das Testboot auf dem Fleesensee.
Test Suncamper 30Foto: Morten StrauchTest Suncamper 30

Wer sich die SunCamper 30 anschaut, muss umdenken: Dieses Boot sieht eher aus wie ein Wohnwagen auf dem Wasser. Was zur Folge hat, dass die Wohnlösungen auch „caravanähnlich“ ausfallen. Vorteil: praktische und geräumige Aufteilung. Nachteil: Der hohe Aufbau macht das Boot windanfällig. Daher empfiehlt sich die Suncamper für Binnenreviere. Die polnische Werft stuft ihr Boot sogar für küstennahe Gewässer mit der CE-Kategorie C ein. Wie es sich in solchen Revieren bei Wellengang verhält, konnten wir nicht testen, weil wir die Suncamper auf dem Fleesensee gefahren haben, wo sie auch hinpasst.

Test Sun Camper 30Foto: Morten StrauchTest Sun Camper 30
Test Suncamper 30
Foto: Morten Strauch

Gebaut wird sie im polnischen Augustow bei Balt Yacht. Dass man dort auf Qualität setzt, zeigt unser sauber verarbeitetes Testboot. Glat-ter Gelcoat und lückenloser Schutzanstrich auf den Innenseiten sind ebenso ein Zeichen dafür wie die verrundeten Kanten, verstärkten Befestigungspunkte und einheitlichen Spaltmaße an den Möbeln. Zu einfach fallen aber die Aluschienen an Fenstern und Türen aus.

Bei der Motorisierung setzt die Werft auf drei unterschiedliche Antriebssysteme: die einfache und günstige Version mit Außenborder, die „Dauerlauf-Ausführung“ mit Dieselmotoren und die moderne Öko-Version mit Elektroantrieb. Wir fuhren mit dem Standarddiesel, einem Craftsman Marine CM 4.33 (33 PS).

Der gesamte Bootstest steht in BOOTE 03/12.

Datenblatt: SunCamper 30

Werft: Balt-Yacht

Typbezeichnung: SunCamper 30

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CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 9,50 m

Breite: 2,98 m

Verdrängung: 3,80 t

Preis: 0,00 €

Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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