Das Tashmoo 18 ist das erste Modell der wiederbelebten Marke Tashmoo Boatworks. Die ursprünglichen Tashmoo-Skiffs entwickelte Dan West in den 1980er Jahren nach dem Vorbild hölzerner Hummerfangboote von Martha's Vineyard. West übertrug deren Linien in Glasfaser-Bauweise. Die Boote wurden bis in die 1990er Jahre gebaut und fanden vor allem an der Nordostküste der USA Käufer. David Reiter gründete nun die Werft neu und nutzt die erhaltenen Originalformen für die Produktion.
Die Werft Dragonfly Boatworks in Vero Beach, Florida, baut die neuen Modelle. Werftinhaber Mark Castlow fertigt seit 1979 Skiffs. Die Konstruktion verwendet einen Schaumkern zwischen den Glasfaserschichten. Diese Sandwich-Bauweise macht das Boot leichter als die Vorgängermodelle. Ein geringeres Gewicht bedeutet niedrigeren Kraftstoffverbrauch und bessere Beschleunigung. Die Form des Rumpfes bleibt unverändert gegenüber den Originalbooten aus den 1980ern.
Das Tashmoo 18 misst 5,6 Meter in der Länge und 2 Meter in der Breite. Der Tiefgang beträgt 20 Zentimeter. Diese geringe Eintauchtiefe erlaubt das Befahren flacher Buchten und Küstengewässer. Der ausgeprägte Bug soll laut Hersteller auch bei Wellengang für trockene Fahrt sorgen. Der Kraftstofftank fasst 76 Liter. Die Werft gibt keine Standardmotorisierung vor. Käufer wählen Leistung und Hersteller des Außenborders selbst.
Jedes Boot wird nach Bestellung gebaut. Käufer legen Farben, Materialien und Sitzanordnung fest. Die Deckskonfiguration lässt sich an verschiedene Nutzungsarten anpassen. Wer das Boot zum Angeln nutzt, kann Rutenhalter, Fischkästen und zusätzliche Staufächer einbauen lassen. Für Freizeitfahrten bietet die Werft Sonnenliegen und Polsterungen an. Auch die Elektronik-Ausstattung bestimmt der Käufer. Die Werft installiert Navigationssysteme, Echolote oder Funkgeräte nach Wunsch.
Reiter sieht zwei Käufergruppen für das Tashmoo 18. Yachteigner suchen ein charaktervolles Beiboot. Besitzer von Center-Console-Booten wollen ein zweites, kleineres Boot für Wochenendausflüge. Das Skiff eignet sich für Küstengewässer an der Ostküste, in Florida, den Bahamas und den Großen Seen. Die klassische Optik unterscheidet das Boot von modernen Angelbooten mit technischer Ausstattung. Reiter vergleicht die Entscheidung mit dem Kauf eines älteren Geländewagens statt eines neuen Modells.

Redakteur Test & Technik
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