Die in Finnland gebaute Terhi 450 wird in den skandinavischen Ländern gern als Pendlerboot für die Fahrt vom Festland zur Ferieninsel und wieder zurück genutzt. Aber nicht nur in Skandinavien hat die Terhi 450 ihre Reviere sondern auch bei uns auf Seen, Flüssen und küstennahe Gewässern. Sie eignet sich gut als Angelboot sowie für die Entdeckungs- und Badetour. Gebaut wird die Terhi aus einem robusten Kunststoff dem sogenannten ABS (Acrylnitril, Butadien, Styrol). Besondere Sicherheit gibt die Doppelschale, die mit einem geschlossenem Polyurethanschaum gefüllt ist, der das Boot laut Werft unsinkbar macht.
Als Motorisierung empfiehlt Terhi Außenborder zwischen 15 und 40 PS, diese kann man wie unser Testboot mit Pinnensteuerung fahren oder mit Fernschaltung und Kabellenkung von einer Steuerkonsole aus. Für letztere gibt es drei Versionen: Die 450 CC mit Center Console, in der C-Ausführung mit einer an Backbord angeordneten Fahrstand und die neuste Ausführung als Sloep - wiederum mit dem Fahrstand in der Mitte.
Wir fahren unser Testboot ohne Fahrstand mit einem 20-PS-Suzuki-Außenborder. Die Terhi kommt beladen mit einer Person vorn und Fahrer achtern, mühelos ins Gleiten, der Bug hebt sich dabei nur etwas an und die Testkombination macht zwischen gut 5000 U/min und 5500 U/min wirtschaftliche Gleitfahrt (13,5 und 15,7 Konten). Der Verbrauch liegt dann bei 0,34 l/sm und der 12-l-Tank reicht für 30 Seemeilen. plus 15% Resreve. Mit Vollgas erreichen wir etwa 18,5 Knoten bei einem Verbrauch von 0,37 l/sm. Über die Pinne mit Drehgasgriff und Schalthebel lässt sich die Terhi gut bedienen und auch sicher steuern. Auf Slalomkursen reagiert das Boot direkt auf die Lenkbewegungen und bleibt immer gut kontrollierbar. Gleiches gilt beim Verreißen der Pinne. In schnellen immer enger werdende Kreiseln legt sich das Testboot normal auf die Seite, bremst sich selbstständig ab und der Propeller zieht zum Schluss Luft. Stellt man die Pinne in dieser Situation auf geradeaus, wird der Propeller schnell wieder kraftschlüssig und das Testboot beschleunigt aufs Neue. Kleine Kabbelwellen auf dem Schweriner See hat die der Rumpf selbst in Kurven gut gemeistert. Hafenmanöver lassen sich eng fahren und bei langsamen Geschwindigkeiten bleibt das Boot gut auf Kurs. Der Fahrer sitzt dabei auf der Heckbank, weitere Sitzgelegenheiten gibt es vorn. Wer den Sitzkomfort verbessern möchte, bestellt die optionalen Polsterauflagen. Für den Bugbereich bekommt man sogar eine Sonnenliege und ein Verdeck. Zum Festhalten gibt es solide Haltegriffe.
Für den Rundumschutz sorgt eine robuste Scheuerleiste. Fest gemacht wird das Boot an passenden Klampen, den Außenborder verschraubt man an einem verstärkten Spiegel. Der Tank passt gut unter die Heckbank und die Ausrüstung in weitere verschließbare Stauräume und Ablagen. Besonders gut gefällt die Lenzeinrichtung: neben der Handlenzpumpe liefert Terhi noch ein Ösfass und installiert eine Regenwasser Lenzöffnung damit das Boot auch offen am Steg liegen kann, ohne das der Boden unter Wasser steht. Um das Boot auf dem Landweg zu den unterschiedlichsten Reviere zu transportieren, benötigt der Straßenkapitän einen ungebremsten Trailer. Hierfür bietet der Terhi-Importeur Boat Solutions Harbeck-Trailer an.
Die Terhi 450 ist ein kleiner Allrounder, der mit unserem 20-PS-Testmotor und Pinnensteuerung gut unterwegs ist Sie lässt sich einfach trailern und bietet auf seinen Bänken fünf Personen Platz. Die Staumöglichkeiten fallen reichlich aus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE