Testfahrt bestandenManari 52 erreicht 37 Knoten

Uske Berndt

 · 09.05.2026

Schnell: 37 Knoten Topspeed sind möglich, dabei lag die Manari gut in der Kurve.
Foto: YachtWay
Die Manari 52 absolviert die ersten Testfahrten und schafft 37 Knoten Topspeed. Ihr IPS-Paket liefert eine Reichweite von bis zu 400 Seemeilen. Zukünftige Formate sollen bis zu 47 Knoten erreichen.

Themen in diesem Artikel

Die Manari 52 hat ihre ersten Fahrten vor Miami erfolgreich abgeschlossen. Nach der Weltpremiere auf der Palm Beach International Boat Show im März 2026 ging die Yacht nun erstmals unter realen Bedingungen aufs Wasser. Die Tests fanden um den Haulover Inlet statt, bei Windgeschwindigkeiten von 10 bis 15 Knoten und Wellenhöhen zwischen 0,8 und 1,2 Metern. Die Bedingungen wurden bewusst gewählt, um die Yacht im typischen kurzen Seegang Südfloridas zu testen.

Ausgestattet mit zwei Volvo Penta IPS D8-800 Motoren erreichte die Manari eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 37 Knoten. An Bord befanden sich drei Personen bei 70 Prozent Tankfüllung und Standardausrüstung. Die optimale Reisegeschwindigkeit liegt bei 24 bis 26 Knoten. Zukünftige Einheiten mit anderen Motorisierungen sollen bis zu 47 Knoten erreichen. Große Bühne für die Manari 52.

Von Miami nach Nassau mit einer Tankfüllung

Bei Reisegeschwindigkeit verbraucht die Manari 52 zwischen 140 und 160 Litern pro Stunde, bei Höchstgeschwindigkeit steigt der Verbrauch auf 220 bis 240 Liter. Mit einer Tankkapazität von etwa 2.500 Litern ergibt sich eine Reichweite von 350 bis 400 Seemeilen. Das reicht für die Strecke von Miami nach Nassau mit ausreichender Reserve.

Während der Tests zeigte die Manari ein stabiles Fahrverhalten. Enge Kurven absolvierte sie mit minimaler Krängung und fast ohne Geschwindigkeitsverlust. Der kurze Seegang wurde sauber aufgenommen, ohne das für viele Yachten in diesem Segment typische Schlagen. Die Fahrt blieb durchgehend trocken, nicht nur am Steuerstand, sondern auch im Cockpit und in den Außenbereichen.

74 Dezibel bei Reisegeschwindigkeit

Das Volvo Penta IPS System zeigte sich reaktionsschnell und präzise. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lieferte die Joystick-Steuerung sicheres Manövrieren, was sowohl in vollen Marinas als auch auf See wichtig ist.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Am Steuerstand lagen die Geräuschpegel bei Reisegeschwindigkeit zwischen 70 und 74 dB(A). Die Dämmung leistete gute Arbeit, die Vibrationen waren minimal. Die Manari 52 vermittelte einen soliden Eindruck ohne störende Geräusche und ohne unnötige Dramatik.

Minimalistischer Auftritt

Die 52 wurde in Zusammenarbeit mit Mulder Design entwickelt und von Beginn an um das Volvo IPS-System herum konstruiert. Die Pod-Positionierung und der strukturelle Aufbau wurden durch umfangreiche Studien optimiert. Der Rumpf kombiniert Deep V-Geometrie mit progressivem Deadrise und optimierten Spritzleisten.

Konstruktion und Außendesign wurden eng aufeinander abgestimmt, die Aerodynamik von Anfang an berücksichtigt. Der Steuerstand setzt diese Logik in der Fahrerumgebung fort: minimalistisches Layout und auf Sichtbarkeit sowie Ergonomie ausgelegt.

Spitze im 52-Fuß-Segment

Die in Miami ansässige Marke Manari Yachts versteht Performance und Verfeinerung nicht als Kompromiss, sondern als gemeinsamen Ausgangspunkt. Mit den erfolgreichen Testfahrten fordert die Manari 52 das 52-Fuß-Segment heraus - mit einem nachgewiesenen Ergebnis.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

Meistgelesen in der Rubrik Boote