Die Bremer Werft Abeking & Rasmussen hat den Verkauf eines Superyacht-Neubaus mit einer Länge von über 100 Metern offiziell bestätigt. Weitere technische Details zu dem Projekt bleiben bis dato unter Verschluss. Auch zu den Designern des Ex- und Interieurs schweigt die Traditionswerft. Ein Innenraumvolumen von mehr als 4500 Gross Tons wird kolportiert. Die Auslieferung ist für das Jahr 2030 geplant.
Es bleibt derzeit offen, ob der Neubau das aktuelle Flaggschiff der deutschen Werft, die 118,2 Meter lange "Liva O" in ihren Maßen übertreffen wird. "Liva O" wurde im Dezember 2023 ausgeliefert und beeindruckt mit einer Reihe bemerkenswerter Designmerkmale, darunter ein zwölf Meter langer Pool am Achterdeck mit einem anhebbaren Boden sowie eine Nemo-Lounge. Mit der Bestätigung des Verkaufs festigt Abeking & Rasmussen die marktbeherrschende Position deutscher Werften im Giga-Segment. Derzeit befinden sich weltweit 27 Yachten mit Längen von mehr als 100 Metern im Bau, 14 davon entstehen in Deutschland. Alleine Lürssen arbeitet momentan an 13 Yachten mit einer Durchschnittslänge von 109 Metern.
Neben dem kürzlich verkauften 100-Meter-Plus-Projekt hat Abeking & Rasmussen derzeit ein weiteres Großprojekt in Arbeit. Die 80 Meter lange Baunummer 6516, deren Auslieferung für 2027 geplant ist, wurde erstmals im November 2025 gesichtet, als der Rumpf für die nächste Bauphase bewegt wurde. Auch zu diesem Projekt hält sich die Werft bedeckt und gibt kaum Details preis.
Die Zurückhaltung bei der Kommunikation von Details zu den laufenden Projekten ist typisch für die Bremer Werft, die für ihre Diskretion bekannt ist. Während andere Werften oft umfangreiche Informationen zu Neubau-Projekten veröffentlichen, hält Abeking & Rasmussen traditionell Details zu seinen Aufträgen unter Verschluss, bis die Yachten kurz vor der Auslieferung stehen.