Benetti Oasis 36Nächste Generation der Oasis-Familie feiert Premiere in Cannes

Ralf Marquard

 · 09.09.2026

Die Oasis 36 fährt weiterhin mit klassischem Wellenantrieb.
Foto: Benetti
Benetti präsentiert auf dem Cannes Yachting Festival 2026 die Oasis 36 – eine Weiterentwicklung der erfolgreichen Oasis-Linie, die Erkenntnisse aus dem realen Betrieb von mehr als 60 Einheiten in ein neues, durchdachtes Gesamtkonzept übersetzt.

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Mit mehr als 60 verkauften Einheiten und 20 derzeit im Bau befindlichen Yachten gehört die Oasis-Linie zu den erfolgreichsten Produktlinien der italienischen Traditionswerft Benetti. Die neue Oasis 36 ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs mit Eignern und Kapitänen – und setzt die gesammelten Erfahrungen aus dem täglichen Betrieb dieser Flotte in konkrete Designlösungen um.

„Die Oasis 36 ist das Produkt aktiven Zuhörens", sagt Sebastiano Vida, Head of Product bei Benetti. „Sie interpretiert Schiffsarchitektur, Raumgestaltung und technologische Innovation neu – präzise abgestimmt auf den Lebensstil und die Prioritäten anspruchsvoller Eigner."

Vier zentrale Säulen

  • Mehr Wohnqualität: Sundeck, Upper-Deck-Terrasse und das ikonische Oasis Deck (siehe unten) wurden deutlich vergrößert. Die Innenarchitektur schafft fließende Übergänge zwischen den Räumen – lichtdurchflutet und großzügig. Crew- und Gastbereiche sind konsequent getrennt.
  • Mehr Reichweite mit weniger Verbrauch: Ein neu entwickelter Bugwulst aus der Benetti-Forschungsabteilung reduziert den Strömungswiderstand bei 10 Knoten Reisegeschwindigkeit um mehr als zehn Prozent. Der Kraftstoffverbrauch liegt dabei unter 30 Litern pro Stunde und Motor. Das dadurch eingesparte Dieseltankvolumen wurde in größere Abwassertanks von insgesamt 5.000 Litern umgewandelt – was für längere Aufenthalte vor Anker sorgt.
  • Akustische Ruhe: Alle mechanischen Bewegungen – von der Garagentür bis zu den Oasis-Deck-Flügeln – werden nun vollständig elektrisch betätigt. Hydrauliksysteme entfallen. Das Ergebnis: keine Ölleckagen, weniger Wartungsaufwand und vor allem deutlich weniger Lärm und Vibration für die Gäste. Eine leise, elektrische Einheit kann auch ins Antriebssystem integriert werden - ein Hybridsystem auf Basis von Siemens Sisship EcoProp.
  • Intelligentes Engineering: Die Oasis 36 erhält SCR-Abgasreinigungssysteme – freiwillig und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Für vorausschauende Wartung führt Benetti die Plattform D.gree ein: Digitaler Zwilling, Strukturmodellierung und maschinelles Lernen überwachen Rumpf, Motoren und Generatoren in Echtzeit und erkennen Abweichungen frühzeitig.

​Das Oasis Deck

Das Oasis Deck ist seit seiner Einführung das prägende Merkmal der gesamten Baureihe – und auch auf der Oasis 36 bleibt es das Herzstück des Konzepts. Die schwimmende Plattform auf Wasserlinie verbindet die Yacht direkt mit dem Meer und schafft ein einzigartiges Erlebnis zwischen Bord und Wasser. Durch die elektrische Betätigung der ausklappbaren Flügel öffnet sich das Oasis Deck nun noch leiser und zuverlässiger als zuvor – ohne Hydraulik, ohne Lärm, ohne Vibrationen.

Bewährtes Antriebskonzept

Trotz der umfangreichen technischen Neuerungen setzt Benetti bei der Oasis 36 weiterhin auf ein klassisches Wellensystem. Diese Entscheidung steht für absolute Zuverlässigkeit auf Langstrecken – kombiniert mit modernster Bordelektronik und dem neuen hydrodynamisch optimierten Rumpf. Das Ergebnis ist eine Yacht, die sowohl für lange Kreuzfahrten als auch für ausgedehnte Ankertörns gleichermaßen gut ausgelegt ist.

Technische Daten

  • Länge über alles: 35,60 m
  • Breite: 7,80 m
  • Tiefgang: 2,10 m
  • Verdrängung: 295 t (voll beladen)
  • Kraftstofftank: 25.000 Liter
  • Reichweite: 2500 Seemeilen bei 10 Knoten

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Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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