Der britische Tenderbauer Compass Tenders entwickelte für die Amels-Yacht „Pangea" einen Gäste-Shuttle mit Kabine. Das 11,65 Meter lange Boot entstand als Custombau nach den Wünschen des Eigners. Die Hauptanforderung: Eine Kabine mit voller Stehhöhe für acht Personen, ein eigenes Bad und ein Design, das zur Formensprache des Mutterschiffs passt. Die von Espen Øino entworfene „Pangea" lief 2025 vom Stapel und misst 80 Meter Länge. Compass orientierte sich bei der Gestaltung eng an der Profillinie der fünfstöckigen Yacht. Die geschwungenen Seitenfenster des Tenders zeichnen die charakteristische Linienführung nach. Von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen 15 Monate.
Für die Innenraumgestaltung arbeitete Compass mit dem niederländischen Studio Sinot Architecture & Design zusammen. Die Kabine erhielt Wandverkleidungen aus Walnussholz und Ledersitze. Eine indirekte Beleuchtung sorgt für dezentes Licht. Zur Ausstattung gehören eine kleine Pantry (Bordküche) und ein Audio-Video-System. Der Einstieg erfolgt über elektrisch betriebene Türen. Ein Schiebedach lässt sich öffnen und bringt Tageslicht und Frischluft in den Innenraum. Die Backbordseite (linke Seite) trägt die Eingangstür für die Gäste. Ihre Höhe passt zur Boarding-Plattform der 80-Meter-Amels, was den Ein- und Ausstieg erleichtert. Der Kapitän erreicht das Cockpit durch eine separate Tür auf der Steuerbordseite (rechte Seite).
Zwei Yanmar-Dieselmotoren mit je 272 Kilowatt (370 PS) treiben den Tender an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 42 Knoten, was etwa 78 Stundenkilometern entspricht. Ein Kreiselstabilisator arbeitet gegen Roll- und Stampfbewegungen und soll laut Hersteller für ruhigeren Lauf sorgen. Das Boot verdrängt 6,25 Tonnen Wasser und zieht 0,65 Meter tief. Der Kraftstofftank fasst 600 Liter Diesel. Damit erreicht der Limousine 11.65 nach Herstellerangaben eine Reichweite von 200 Seemeilen, was rund 370 Kilometern entspricht. Die Zulassung erlaubt maximal 16 Passagiere plus zwei Crewmitglieder an Bord.

Redakteurin News & Panorama