Im feinen Yacht Club de Monaco (YCM) ging es hoch her, das clubeigene Ausbildungszentrum La Belle Classe Academy sowie Bluewater hatten diesen Wettbewerb akribisch organisiert. Neun Köche, die auf Superyachten von 36 bis 97 m Länge arbeiten, wollten ihr Können vor einer Jury aus Experten und Publikum zeigen.
Unter strengen Zeit- und Platzvorgaben und mit einem Korb voller geheimnisvoller Zutaten, kreierten die Teilnehmer ein Gericht nach dem anderen und jonglierten dabei mit Texturen und Gewürzen.
„Diese Veranstaltung ist eine Hommage an die Exzellenz, die diese Fachleute an den Tag legen“, sagt YCM Generalsekretär Bernard d'Alessandri, „und Sie gibt der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen des Yachtsports“.
Guillaume Gomez, Frankreichs Botschafter für Gastronomie, war der diesjährige Schirmherr: „Wir hoffen, dass dieser Wettbewerb andere zu diesem Beruf inspiriert. Ein Koch auf einer Yacht ist ein Koch wie kein anderer", sagt der Mann, der vier Präsidenten im Elysée-Palast gedient hat.
Die neun Superyacht-Köche traten in Pop-up-Küchen an, die am Kai vor und im feinen Yacht Club de Monaco aufgebaut waren. Die Teilnehmer:
Am Ende der Qualifikationsrunden standen drei Männer im Finale für den Titel bester Superyacht Koch: Gaëtan Di Santo, Benjamin Ferrand und Christoph Siebentritt, der noch vor der Verkündung des Gewinners den Publikumspreis überreicht bekam. In der übervollen Lobby des Clubs fielen dann in schneller Folge die Platzierungen. Um die Spannung zu erhöhen zuerst die Nummer zwei mit Gaëtan Di Santo, anschließend wurde Christoph Siebentritt als Drittplatzierter auf die Bühne gebeten, woraufhin die Nummer eins fest stand: Benjamin Ferrand. Die anschließende Champagnerdusche ließen alle brav über sich ergehen.
Benjamin Ferrand, der von seinen Mannschaftskollegen angefeuert wurde, sprach in diverse Mikrofone: „Ich habe versucht, es super-gourmetmäßig zu machen, mit einer schmackhaften Sauce aus einer Krabbenreduktion. Zum Nachtisch gab es ein leichtes Tiramisu, einen knusprigen Crumble und Suzette-Sauce. Mit Kakao und einem Hauch von Kaffirlimette. Gut gewählt.“
Ich weiß den Namen nicht mehr, weil ich noch nie damit gearbeitet hatte. Sachin, glaube ich. Es ist wie veganes Fleisch, wie Tofu. Ich nahm es wie ein normales Steak, grillte es und goss eine Soße dazu.
Das Ganze sollte ein mediterranes Gericht werden. Ich gab also nur ein bisschen Öl und Gewürze dazu. Ich habe es so gemacht, wie ich es für gut halte. Aber ich habe die Prüfung bestanden, das ist das Wichtigste. Im Finale habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich war pünktlich, sauber, organisiert und hatte keinen Stress. Ich war beeindruckt von meinem Teller. Wenn es so ist, läuft normalerweise alles gut.
Ja, natürlich. Diesen einen Gang, ein Rotfeuerfisch. Ich bereitete ihn auf dem Grill zu, mit Grünkohl und Risotto. Dazu eine Bisque mit den Krabben und einen Cappuccino mit Parmesan und Safran. Es war sehr lecker, mit viel Sauce und viel Geschmack.
Das Dessert. Dafür habe ich fast die gleiche Technik verwendet, ich bin nicht sehr kompliziert vorgegangen. Ich komponierte das Dessert mit dem, was ich verwenden musste. Und setzte es in eine Mascarponeform, so wie Tiramisu. Das war auch sehr lecker.
Schokolade, Orange, Limette. Ich habe einfach etwas zusammengestellt.

Redakteurin News & Panorama