Der kasachische Eigner wollte „I Dynasty“ eigentlich in Japan bauen, über Umwege landeten die 100 Meter jedoch bei Kusch Yachts im schleswig-holsteinischen Wewelsfleth. Projektentwickler Richard Hein holte für die Linien das Studio The A Group aus Monaco hinzu und beauftragte für das Interieur das italienische Studio Massari.
Das Motto lautete „Eine Yacht für viele Gäste“, und so entstand „I Dynasty“ 2015 nach den Regeln des Passenger Yacht Code, der 36 Passagiere erlaubt. Zu den technischen Highlights des Stahlbaus zählt die Tendergarage mit eigenem Dock. Ohne Beiboot wird der Bereich zum 30 Quadratmeter großen Innenpool. Unter Wasser arbeiten statt klassischer Wellenstränge zwei Azipulls, die ihren Energiebedarf von Rolls-Royce-Generatoren erhalten. Topspeed: beachtliche 17 Knoten.
Um der Verwirrung gleich vorab vorzubeugen, schließlich gibt es zwei fast identische, ähnlich lange Feadships mit diesem Namen, beide beauftragt von Whatsapp-Mitgrün der Jan Koum: Bei diesem Verkaufsangebot über das Brokerhaus Burgess handelt es sich nicht um die neue 100-Meter-plus von 2025, sondern um die „Moonrise“ aus dem Jahr 2020, die die magischen 100 Meter nur um wenige Zentimeter verpasste. Den 20 Knoten schnellen und 15,5 Meter breiten Riss zeichnete Feadships Kreativbüro Studio De Voogt, Stardesigner Rémi Tessier warf ein Auge auf den von Experten gerne als maskulin bezeichneten Außenauftritt und verantwortete auch das elegante Interieur.
Die 16 Gäste erwartet eine 32-köpfige Crew, ein imposantes Spa sowie ein Beachclub de luxe mit hohen Decken. Dafür müssen die Gäste allerdings eine stattliche Anzahl von Stufen zum Cockpit erklimmen. Nun, dafür ist das Raumvolumen mehr als üppig, nicht zuletzt dank einer Gross Tonnage von 3.945. Was noch auffällt, sind die enormen Fensterflächen ringsum, besonders am hinteren Ende der vier Hauptetagen. Aussicht ist alles.

Redakteurin News & Panorama