Horizon Yachts mit Hauptsitz in Taiwan brachte erneut eine Auswahl ihrer Schätze in den alten Hafen von Cannes. Zum Beispiel die zwölfte FD100 Tri-Deck, ein Design von Cor D. Rover. Die 31-Meter-Yacht mit Flybridge tritt als Spezialausgabe auf den Plan. BOOTE EXCLUSIV bekam eine Führung mit dem Chef.
Ron Bogaard kommt gleich zur Sache. Der Horizon-Geschäftsführer führt über die FD100 Tri-Deck und zählt auf, was hier an der Baunummer 12 anders ist, was vor allem europäische Eigner zu schätzen wissen. “Eine Garage statt Beachclub”, sagt er und drückt auf einen Knopf, um die Klappe zu öffnen. Dahinter verbirgt sich ein riesiger Raum, in dem ein Williams-Tender quer liegen kann. Ein paar mobile Sitzmöbel würden auch noch hineinpassen. Beachclub light.
Anders ist auch der Motorenraum mit den beiden MAN V12-Paketen zu je 1.471 Kilowatt Leistung, flankiert von zwei Sole Dieselgeneratoren. “Die nehmen weniger Raum ein als die Caterpillar und lassen mehr Platz für die Crew”, so Bogaard. Die Belegschaft schläft hier nämlich in drei Kabinen im vorderen Bereich und nicht hinten, wie auf den meisten Yachten für den US-Markt. Warum? “Vorne ist es ruhiger”, erklärt der Chef.
Im dunkel getäfelten Salon weist Bogaard noch auf die stabilen Fliegengitter vor den Türen hin (serienmäßig!) und zeigt dann auf die Galley vor dem Speiseplatz. Diese ist je nach Wunsch und Situation zum Salon hin offen oder nicht. Wenn der Koch - oder die Gäste - ihre Ruhe haben wollen, werden die zwei Türen geschlossen: Dazu surrt eine halbhohe Trennwand zum Raumteiler hinunter. Ideal für den Wechsel zwischen Eignerbetrieb und professionellem Service.
Ein weiteres Highlight der Horizon FD100 ist die Mastersuite auf dem vorderen Hauptdeck. Die starken Farbkontraste ähneln denen im Salon. Was die Eigner hier vorfinden, ist auf allen Kontinenten längst Standard: ein sehr breites Bett und ein Badezimmer für Sie und Ihn. “Die Fußbodenheizung gibt in Skandinavien warme Füße”, erklärt Bogaard lachend. An hoch gewachsene Eigner ist mit 2,12 Meter Deckenhöhe sowieso gedacht.
Die übrigen Gäste schlafen eine Etage tiefer auf dem Unterdeck. Dort befinden sich weitere vier Kabinen, zwei VIPs mit Doppelbetten und zwei Räume mit Einzelbetten. Eine Spezialtür, zu der nur die Stewardess den Schlüssel hat, führt vom Crewbereich direkt zu den Gästezimmern. Für einen reibungslosen Ablauf bzw. eine unkomplizierte Reinigung der Kabinen.
Familie Bogaard nimmt jedes fertige Horizon Format genau unter die Lupe, übernachtet unterwegs in einzelnen Kabinen. Ron Bogaard: “Wir testen alles. Wir schauen auch, ob im Crewbereich alles funktioniert. Ob die Lüftung gut arbeitet, die Bäder ok sind und die Kühlschränke ausreichen.” Am Ende soll es überall passen, bis in den letzten Winkel.

Redakteurin News & Panorama
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