Die Bezeichnung V74 ist bei Horizon nicht neu. Bereits 2023 stellte die Werft eine für den australischen Markt konfigurierte V74 mit geschlossener Skylounge vor. Die neue V74 EVO ist anders: Sie nutzt ebenfalls die V68-Plattform, setzt aber auf eine offene Flybridge und wurde gezielt für Fahrten im Mittelmeer entwickelt. Im Vorfeld gab es dazu Rückmeldungen von Eignern, Charteranbietern und Maklern.
Das auffälligste Merkmal liegt über dem Hauptdeck: Die Flybridge ist neun Meter lang und um etwa 15 Prozent größer als bei einer Standard-V68. Der zusätzliche Platz dient nicht allein als weiterer Sitzbereich. Das Konzept lässt Lounge, Steuerstand und Achterdeck zu einer Wohnfläche verschmelzen.
Ein elektrisches Schiebedach schützt vor zu viel Sonne. Sofas zu beiden Seiten des Steuerstands schaffen Sitzplätze, während eine geschwungene Bar den überdachten Teil mit dem offenen Achterdeck verbindet. Wer zwischen Fahrt, Pause und Bewirtung wechselt, muss nicht ständig in getrennte Bereiche ausweichen.
Die Horizon ist für Eigner gedacht, die ihre Yacht selbst steuern. Wem es auf der Flybridge zu luftig wird, weicht auf den Innensteuerstand aus.
Auf dem Hauptdeck liegen Salon, Pantry und Steuerstand hinter durchgehenden Fensterbändern. Die Pantry ist mittschiffs angeordnet, also zwischen Salon und Kommandozentrale. In dessen unmittelbarer Nähe befindet sich eine U-förmige Dinette. Sie kann zum Essen, für den ersten Kaffee am Morgen oder zur Törnplanung genutzt werden.
Unter Deck sind drei Gästekabinen vorgesehen. Die Eignersuite liegt über die gesamte Bootsbreite mittschiffs, eine VIP befindet sich im Vorschiff, eine weitere Gästekabine an Steuerbord. Die Crew-Unterkünfte sind achtern des Maschinenraums platziert, damit Arbeitsabläufe möglichst außerhalb der Gästebereiche stattfinden.
Für den Antrieb sind zwei MAN-V8-Motoren mit jeweils 882 Kilowatt vorgesehen. Die Yacht ist nach CE-Klasse A zertifiziert.

Redakteurin News & Panorama
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