Interview Sirena YachtsAli Onger über die 118 und weitere Pläne der Werft

Uske Berndt

 · 13.02.2026

Marketingchef Ali Onger: Sirena Yachts hat sich als noch junge Werft im Bereich der 30 bis 40 Meter fest etabliert.
Foto: Sirena Yachts
Die Werft ist noch jung, aber ziemlich erfolgreich. Aktuell baut Sirena Yachts ihre erste GfK-Superyacht, auch die 42-Alu-Meter kommen voran. Marketingchef Ali Onger verrät, was die neue 118 ausmacht und wohin die Reise noch gehen soll.

​Es wird kräftig geschliffen und geschweißt im türkischen Yalova, die Sirena 118 – ein Frers-Design und der Auftakt zu einer Serie größerer GfK-Formate - nimmt Form an. Die Möbel auf dem Unterdeck und die äußeren Schiebetüren sind montiert, die Leitungen und Systeme werden verlegt, und nun laufen rund um den Dreidecker die Vorbereitungen für die Lackierung und das Teakdeck. Auch die Arbeiten an den 42 Alu-Metern kommen gut voran. Zeit, um beim CCO Ali Onger mal nachzufragen, wie die Stimmung ist und wie die weiteren Pläne der Werft aussehen.

Die 118 hat ja schon einen Eigner. Wir vermuten, es ist eine Familie, die das Mittelmeer bereisen möchte?

Ali Onger: Ja, sie wird wohl im Mittelmeerraum bleiben, hauptsächlich innerhalb Europas.

Ist die Innenausstattung bereits festgelegt? Oder wurde die 118 verkauft, bevor diese Entscheidungen getroffen wurden?

Die Yacht wurde ja nicht auf Spekulation gebaut und dann erst verkauft. Wir bauen sie nach den Wünschen des Kunden. Das Projekt Sirena 118.

Was ist Ihrer Meinung nach das Highlight der 118?

Ich denke, das Alleinstellungsmerkmal ist das Loft-Konzept, das die Masterkabine auf dem Hauptdeck mit dem Unterdeck verbindet. Ein Loft mit Treppe und einem offenen Balkon. Unterhalb der Eignersuite gibt es ein Büro oder Hobbyraum, wie auch immer man es nennen möchte. Von dort aus hat man Zugang zu dem Balkon, der mehr ist als ein Frühstücksbalkon, eher eine Schwimmplattform - nur eben größer, weil sich fast die gesamte Seite des Bootes öffnet. Es ist noch privat, also zeigen wir es erst, wenn die Yacht enthüllt wird.

Wird es nächstes oder übernächstes Jahr ein weiteres, noch größeres Modell geben?

Nein, aber wir werden natürlich die 42 Meter haben, die noch kommt, aus Aluminium. Wir bauen sie auf Spekulation und verkaufen sie als fertiges Boot an den Kunden. Beide Yachten werden im Sommer vom Stapel laufen, und wir werden sie in Monaco ausstellen.

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Gibt es schon Interessenten für eine weitere 118?

Wir haben Interessenten, wir haben Anfragen. Aber ich denke, solche Dinge brauchen Zeit. Man muss sich das Boot erst einmal ansehen, wenn es fertig ist.

Haben Sie Pläne, die Werft zu erweitern oder die Fertigung zu verändern, da die Yachten immer größer werden?

Nein, die derzeitige Anlage von Sirena Yachts reicht absolut aus, um drei Boote dieser Größe zu bauen...

Was bedeutet das Jahr 2026 für Sie?

Der Höhepunkt des Jahres ist ganz klar der Bau unserer größten Komposit-Yacht. Wir werden die 118, unser Flaggschiff, vom Stapel lassen. Ja, wir bauen nun tatsächlich in beiden Segmenten.

Und wenn wir jetzt über 2030 sprechen?

Ich denke, dann werden wir eine der am meisten florierenden und jüngsten Werften sein. In diesem Segment gibt es viele Marken, aber wir werden in unserem 24. Jahr wahrscheinlich die jüngste Werft sein, die diese Größe baut. Aber mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich bin gespannt.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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