Launch-Party bei PershingDie fünfte 140 läuft in Ancona vom Stapel

Uske Berndt

 · 13.05.2026

Zusammenspiel: Fulvio de Simoni entwarf die Pershing 140 gemeinsam mit Ferretti.
Foto: Pershing
Die fünfte Pershing 140 schwimmt. Anders als ihre Vorläuferinnen zeigt sich diese Alu-Yacht in strahlendem Weiß statt im zuvor üblichen Grau. Der Eigner passte die Ausstattung nach seinen Wünschen an, darunter fällt ein Strandbereich mit Bar statt Tendergarage.

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Am 9. Mai 2026 verlässt die fünfte Pershing 140 die Superyacht Werft in Ancona. Die Alu-Yacht markiert eine optische Abkehr von den bisherigen Einheiten der Serie. Während die ersten vier Exemplare in Aluminium-Grau lackiert wurden, trägt die Nummer fünf auf Wunsch des Eigners ein strahlendes Weiß. Mit zwei Hauptdecks plus Sonnendeck verkörpert die 140 den sportlichen Charakter der Marke.

​Die Pershing 140 entstand in Zusammenarbeit zwischen Konstrukteur Fulvio De Simoni, der Produktentwicklung von Ferretti unter Leitung von Piero Ferrari sowie der hauseigenen Konstruktionsabteilung. Pershing GTX 70

Bar statt Tendergarage

​​Der Eigner hat das Layout an mehreren Stellen modifiziert. Das Strandareal am Heck verzichtet auf die übliche Tendergarage und wird zur sozialen Zone mit Bar. Über Stufen erreicht man das Cockpit mit einer Lounge, ausgestattet mit Sofas und freistehenden Sesseln gegenüber einer großen Liegefläche.

Die Glastür zwischen Cockpit und Hauptdeck führt direkt in den Essbereich. Ein runder Tisch bietet Platz für bis zu acht Personen. Die lichtdurchflutete Lounge ist mit einem Sofa und vier freistehenden Sesseln vor dem TV ausgestattet. In Richtung Bug folgt die Mastersuite über die gesamte Breite.

​Mehr Stauraum statt Make-up-Tisch

Der Eigner hat auch für seine Suite das Standardlayout verändert: Ein L-förmiges Sofa und zusätzlicher Stauraum ersetzen den Make-up-Tisch. Das Unterdeck beherbergt vier Gästekabinen, alle mit eigenen Badezimmern und Duschen.

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Auf Wunsch des Eigners wurden Pullman-Betten eingebaut, zwei Kabinen können jeweils bis zu drei Personen aufnehmen. Die beiden VIPs verfügen über Doppelbetten, eines davon verwandelt sich in zwei Einzelbetten. So lassen sich die Kabinen unterschiedlich nutzen, je nach Zusammensetzung der Gäste.

Treffpunkt Sonnendeck

​Das erhöhte Ruderhaus verbindet sich mit dem Sonnendeck, das ebenfalls in Beige und Weiß erstrahlt. Die oberste Etage funktioniert als große Panorama-Terrasse mit Bar, Sofas mit Poufs und der zweiten Steuerstation mit drei Pilotensitzen. Die Bugterrasse mit Lounge, Jacuzzi und Liegefläche erreicht man über die seitlichen Laufwege.

Eine Pershing mit 35 Knoten Spitze

Technisch setzt die Yacht auf vier MTU 16V 2000-Motoren mit jeweils 1.912 Kilowatt Leistung. In Kombination mit dem Wasserstrahlantrieb erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten und eine Reisegeschwindigkeit von 30 Knoten. Diese Daten verorten die Pershing 140 im oberen Segment der Performance-Yachten. Der Wasserstrahlantrieb sorgt für Effizienz, die Alu-Bauweise trägt zur Gewichtsreduzierung bei und unterstützt die sportlichen Fahrleistungen.

Pershing hat seit 1985 mehr als 30 Modelle auf den Markt gebracht. Die aktuelle Flotte umfasst neun Yachten von 54 bis 140 Fuß in den Reihen Generation X und GTX Sport Utility Yacht. Die Pershing 140 ist das Flaggschiff und die erste vollständige Alu-Superyacht der Marke. Die Produktion läuft in der Werft Mondolfo, die über 84.500 Quadratmeter umfasst.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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