“Launchpad”Mark Zuckerberg kauft 118-Meter Feadship

Sören Gehlhaus

 · 26.04.2024

„Launchpad“: Die 118-Meter-Feadship entwarf Espen Øino für einen Russen. Die kugelförmige Observations-Lounge nutzt nun Mark Zuckerberg
Foto: Giovanni Romero/thesuperyachtphoto.com
Entworfen für einen Russen, hat Feadship ein Jahr nach Fertigstellung in Meta-Chef Mark Zuckerberg einen Käufer für die längste je in den Niederlanden gebaute Motoryacht gefunden

Feadship fand einen Käufer für das Projekt 1010, etwa ein Jahr nach Fertigstellung der 118 Meter. Allein die hochglanzlackierten Details in Mahagoni, der dunkelblaue Rumpf mit weiß-rotem Wasserpass und die ovalen Rumpffenster ließen an Vielfach-Eigner Wladimir Potanin denken. Seine 89 Meter lange „Nirvana“ (Ausgabe 4/18) kam ganz ähnlich daher. Da der russische Nickel-Magnat auf der Sanktionsliste steht, veräußerte Feadship das Øino-Design nun an einen Eigner aus gänzlich anderem Kulturkreis: Mark Zuckerberg.


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Vor dem Deal machte „Katyusha“ als Name die Runde – die russische Verniedlichung von Katharina, aber eben auch die Bezeichnung eines Raketenwerfers. Insofern würde die Namensgebung des Facebook-Gründers darauf Bezug nehmen. „Launchpad“ heißt Startrampe. Gut möglich, dass die Yacht als überdimensionale Basis für Surfabenteuer genutzt wird. Zuckerberg ist begeisterter Foil-Surfer und Freund des Bigwave-Profis Kai Lenny. Der Hawaiianer dürfte an Bord kommen, wenn die Yacht sich Regionen mit guten Wellen nähert. Nach Ablieferung in Amsterdam nahm „Launchpad“ Kurs Gibraltar zum Bunkern, dann ging es über Florida in die Karibik. Bleibt abzuwarten, wie rege die längste je in den Niederlanden gebaute Motoryacht genutzt wird – und ob das schätzungsweise eher altherrenhafte Zuretti-Interieur erhalten bleibt.


Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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