Die 110-Meter-Lürssen “O3” wurde nach Abschluss ihrer Probefahrten im Nord-Ostsee-Kanal gesichtet. Ursprünglich im Jahr 2017 angekündigt, durchlief die Yacht seit ihrer ersten Vorstellung als Project Shackleton erhebliche Veränderungen, insbesondere nach einem Verkauf während der Bauphase im Jahr 2022. Seitdem überwachte das Team von Occam Marine den Bauprozess und sorgte für die Umsetzung der Vorstellungen des neuen Eigners.
Der Kasko der Yacht wurde erstmals 2019 gesichtet, wobei das ursprüngliche Exterieurdesign und die konstruktiven Berechnungen von Salt Ship Design stammten. Nach der Übernahme 2022 gestaltete Konstrukteur Espen Øino das Schiff jedoch erheblich um und sorgte für die markante Erscheinung. Für das Interieurdesign zeichnete das Pariser Studio CG Design verantwortlich, während das ursprüngliche Konzept vom britischen Designer Adam Lay entwickelt worden war. Die ersten Bilder von “O3” zeigen einen markanten negativen Steven, Grau- und Weißtöne unterstreichen das utilitaristische Profil der Yacht und verleihen eine markante Optik verleihen. Details zur Ausstattung des Explorers liegen noch nicht vor. Einzig ein voll zertifiziertes Helipad ist auf den Yachtspotter-Fotos deutlich zu erkennen.
Der Bau des Großformats begann in der Lürssen Peene-Werft in Wolgast bevor sie 2022 zur Lürssen-Werft in Hamburg überführt wurde, wo die Ausrüstung in einem Trockendock abgeschlossen wurde. Details zum Layout von “O3” wurden bislang streng unter Verschluss gehalten, doch die Anzahl an Decks und die Abmessungen lassen auf ein Innenraumvolumen von etwa 6.300 GT schließen.
Mit ihren 110 Metern Länge belegt “O3” aktuell Rang 53 der 200 größten Motoryachten der Welt. Derzeit sind weltweit 26 Yachten im Bau, die Länger als 100 Meter sind. Deutsche Werften sind nach wie vor Weltmarktführer beim Bau von Gigayachten mit derzeit 13 Projekten. Durchschnittslänge: 109 Meter! Für Espen Øino stellt “O3” nach ikonischen Yachten wie „Octopus“, „Dilbar“, „Skat“, „Flying Fox“ oder „REV Ocean“ ein weiteres Ausnahmeprojekt dar.