Made in TurkeyGX Superyachts schiebt GX 42 ins Wasser

Uske Berndt

 · 27.08.2026

GX-Familie: Für das Foto stellte sich die Belegschaft von SES Yachts auf.
Foto: Net Videography/ Pozitif Stüdyo/GX Superyachts
Zwei Jahre nach der Präsentation auf der Monaco Yacht Show läuft die erste GX42 vom Stapel. Die 42 Meter lange Superyacht fährt mit Hybridantrieb plus Solarkraft und kann zwei Tage emissionsfrei ankern. GX Superyachts plant die Premiere im September 2026 in Monaco.

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Die 42 Meter lange SES-Superyacht geht nun in die finalen Seetests, bevor sie ab dem 23. September 2026 auf der Monaco Yacht Show ihr Debut gibt. Für GX Superyachts markiert der Stapellauf einen Meilenstein: Erst 2024 hatte das Team hinter Greenline Yachts die neue Marke auf derselben Messe vorgestellt. Die GX42 ist das erste Modell einer geplanten Baureihe von 24 bis 56 Meter langen Alu-Yachten.

Im Zentrum steht ein Diesel-Elektro-Hybridantrieb, kombiniert mit großflächigen Solarpaneelen und einer Lithiumbatterie. Das System soll den Stromverbrauch an Bord um bis zu 45 Prozent senken und ermöglicht 48 Stunden lang emissionsfreien Betrieb vor Anker. Verantwortlich für Außendesign und Interieur zeichnet der italienische Designer Marco Casali von Too Design. Das Konzept basiert auf mehr als 15 Jahren Erfahrung mit Hybridantrieben, die das Team bei Greenline Yachts gesammelt hat.

Hybridtechnologie aus dem Serienbau

Das Hybridsystem kann beide Antriebsarten je nach Bedarf kombinieren oder einzeln einsetzen. Die Solarpaneele sind flächig in die Decksstruktur integriert und speisen eine Lithiumbatterie, die den Hotelbetrieb versorgt. Durch den reduzierten Generatoreneinsatz sinken Emissionen und Treibstoffverbrauch, gleichzeitig verringert sich der Lärmpegel an Bord.

„Die GX42 zeigt, dass verantwortungsvolles Yachting und Luxus Hand in Hand gehen können", sagt Maurizio Magri, CCO von GX Superyachts. Magri betont, dass es letztlich um mehr als Technologie gehe: „Es geht um Wohlbefinden. Die GX42 wurde um die Art und Weise herum entwickelt, wie Menschen sich an Bord fühlen möchten – mit mehr Ruhe, mehr Komfort und einer tieferen Verbindung zum Meer."

Elegantes und nachhaltiges Design

Marco Casali von Too Design verantwortet das gesamte Erscheinungsbild der GX42. Sein Ansatz verbindet alle Bereiche an Bord durch klare architektonische Linien, natürliche Materialien und zurückhaltenden Luxus. „Es ist unglaublich, die GX42 genau so zu sehen, wie wir sie uns von den allerersten Skizzen an vorgestellt haben", sagt Casali.

Sein Ziel sei gewesen, eine Yacht zu schaffen, die zeitlos statt modisch wirke und bei der Nachhaltigkeit und Eleganz sich natürlich ergänzen. Die Yacht ist für längere Fahrten und ein entspanntes Familienleben konzipiert.

GX Superyachts feiert internationale Zusammenarbeit

Die Realisierung der GX42 erfolgte mit SES Yachts in der Türkei. Elif Yıldırım, geschäftsführende Gesellschafterin, bezeichnet die Umsetzung der GX42 als zutiefst befriedigend für die Werft. Der Bau eines Schiffes mit so außergewöhnlichem technischen Inhalt sei eine natürliche Weiterentwicklung der Grundwerte der Werft.

Andrea Armas von Specialist Marine begleitete als technischer Berater die vergangenen drei Jahre die Entwicklung bei SES Yachts. Er habe Schulter an Schulter mit dem Vorstand von GX Superyachts gearbeitet und Design, Engineering und Produktion überwacht.

Vom Konzept zur Realität

Werftbesitzer Vladimir Zinchenko beschreibt den Stapellauf als emotionalen Moment für alle Beteiligten. „Vor nur zwei Jahren haben wir in Monaco eine mutige neue Vision für die Zukunft des Superyachting vorgestellt. Zu sehen, wie die erste GX42 ins Wasser geht, beweist, dass diese Vision Realität geworden ist", sagt Zinchenko. Man freue sich nun darauf, sie der Welt zu präsentieren.

Nach dem Stapellauf folgen nun die finale Ausrüstung und Seetests, bevor die Yacht nach Monaco reist. GX Superyachts plant weitere Modelle zwischen 24 und 56 Metern Länge, alle mit Hybridantrieb, Solarmodulen und effizienter Rumpfarchitektur.

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Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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