Die Bremer Werft hat die Megayacht “Boardwalk” an ihren Eigner übergeben. Mit 117 Metern Länge und 5.602 Bruttoregistertonnen zählt sie zu den voluminösesten Yachten, die je gebaut wurden. Frank Woll zeichnet für das Außendesign verantwortlich und arbeitete mit Amy Halffman, Suzanne Glover und Teresa Francis am Interieur.
Der Eigner selbst beteiligte sich intensiv am Entwicklungsprozess und verfeinerte diverse Elemente bis ins kleinste Detail. Frank Woll: „Der Ausgangspunkt für “Boardwalk” war die fließende und stromlinienförmige Geometrie agiler Meeresbewohner, geformt vom Wasser."
Ich glaube, die Natur ist eine der besten Architekten.”
Unter den feinen Linien des Profils, dem skulpturalen Schanzkleid und der traditionellen Architektur verbirgt sich eine Stahl-Alu-Konstruktion nach höchsten technischen Standards. Der eher zarte Auftritt der Yacht verdeckt ein immenses Volumen, wobei die Oberflächen so geformt sind, dass sie das Licht einfangen und den Eindruck ständiger Bewegung erzeugen. Der Launch von “Boardwalk”
Hochglanzpoliertes Mahagoni-Wurzelholz, Edelstahl mit Spiegelfinish und komplexe, doppelt gewölbte Formen bestimmen das Interieur. Licht spielt eine zentrale Rolle im Design, die Beleuchtung rückt den Mix aus Naturmaterialien in den Fokus und bringt Bewegung in die Innenräume. 110 Meter von Lürssen.
“Boardwalk” bietet elf großzügige Gästekabinen, darunter eine VIP-Suite im Bugbereich mit Onyx-Bad und privater Außenlounge mit Panoramablick über den Bug. Die übrigen Suiten haben einen direkten Zugang zum breiten Seitendeck. Ein Highlight ist das weitläufige Achterdeck, wo der große Pool und der Whirlpool bündig in das Tesumo-Deck eingelassen wurden.
Hier präsentiert Lürssen eine Innovation: Eine einziehbare Decksektion über dem Treppenaufgang verbindet Hauptdeck und Beachclub. Im geschlossenen Zustand ist sie hermetisch versiegelt. Der Mechanismus wurde von einer Technik inspiriert, die erstmals 2019 auf “Hadar” (Ex “Flying Fox”) zum Einsatz kam. Bei “Boardwalk” gibt nun eine verschiebbare Strukturplatte ein Treppenhaus frei, wobei die oberen Stufen automatisch ausfahren.
Wie die einziehbaren Außentreppen sind an Bord diverse Innovationen versteckt. “Boardwalk” verfügt über rund 3.000 Außenbeleuchtungspunkte – etwa ein Drittel mehr als bei einer Yacht dieser Größe üblich. Innen wurden die Korridore extra breit gestaltet, um das Volumen zu maximieren. Hinter Wänden und Decken, in isolierten Hohlräumen, drängen sich Rohrleitungen, Kabel und technische Systeme auf engstem Raum.
Ein Art gläserner Laufsteg verwandelt den Maschinenraum in eine Technikgalerie. In der großen Tendergarage parken drei zwölf Meter lange Hodgdon-Tender, ein Amphibientender, dazu SUVs und weitere landbasierte Fahrzeuge. Andere Annehmlichkeiten umfassen ein Kino, einen Spa- und Fitnessbereich, ein Putting Green und zwei Heli-Landeplätze.
„Unsere einzige Aufgabe ist es, eine Vision in ein betriebsfähiges Schiff zu übersetzen", sagt Peter Lürssen.
Wir wollen Erwartungen übertreffen. Das erreichen wir nur durch klare und präzise Gespräche. Die Kommunikation während dieses Baus hatte eine außergewöhnliche Klarheit. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich glaube, die Ergebnisse sprechen für sich."

Redakteurin News & Panorama