Neue SparteSuperyacht-Tender von FIM

Sören Gehlhaus

 · 09.06.2026

Die italienische Werft FIM nimmt mit maßgefertigten Tendern Kurs auf das Superyacht-Segment.
Foto: FIM Tenders
Die italienische Werft FIM nimmt mit maßgefertigten Tendern Kurs auf das Superyacht-Segment. Das erste Modell TT9 Open misst 9,40 Meter und geht an ein 70-Meter-Format.

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FIM (Fabbrica Italiana Motoscafi) erweitert das Geschäftsfeld um eine Tender-Sparte. Die neue Division der Werft aus Cividate al Piano bei Bergamo fertigt Beiboote für Gästetransfers, Begleitfahrten und eigenständige Tagesausflüge. Jede Einheit wird nach Kundenwunsch konfiguriert: Layout, Materialien und Ausstattung richten sich nach dem Einsatzprofil und dem Stil der Mutteryacht. FIM spricht von einem Atelier-Ansatz, bei dem Eigner, Kapitäne und Yachtmanager ihre Anforderungen direkt einbringen können.

Erstes Modell mit Carbon-Rumpf

Die TT9 Open bildet den Auftakt der neuen Baureihe. Der 9,40 Meter lange Rumpf besteht aus Carbon-Verbundmaterial, was das Gewicht reduziert. Das Modell soll auch als Chaseboat zum Einsatz kommen und große Yachten begleiten oder ihnen vorauseilen, um etwa Buchten nach Ankerplätzen abzufahren. So geht die erste Einheit geht an den Eigner eines 70-Meter-Baus. Corrado Piccinelli, Gründer und Geschäftsführer von FIM, erklärt: “Mit der FIM Tender Division wollen wir in ein technisch anspruchsvolles Segment einsteigen, in dem das Beiboot nicht nur Arbeitsgerät ist, sondern Teil des Erlebnisses an Bord.” Die Werft setze auf Konstruktionsqualität und italienisches Design.

Funktionale Steuerposition und variables Deck

Der zentrale Steuerstand fällt kompakt aus. Er soll schnelle Reaktionen beim Manövrieren ermöglichen und gute Sicht bieten. Die Carbon-Struktur sorgt laut Werft für stabiles Fahrverhalten auch bei anspruchsvollen Bedingungen. Die in das Design integrierte Fenderleiste schützt beim schnellen Andocken. Im Heck befinden sich gegenüberliegende Sitzbänke mit einem Durchgang in der Mitte. Diese Anordnung soll das Ein- und Aussteigen der Gäste erleichtern. Im Bug bietet eine großzügige Sitzgruppe Platz während der Überfahrten. Die Konfiguration lässt sich um Sonnen- und Wetterschutz erweitern, ohne die Linienführung zu verändern.

Anpassung an Kundenwünsche

Manuela Barcella, Mitgründerin und Geschäftsführerin von FIM, betont die Bedeutung der Individualisierung: “Unser Ziel ist es, Beiboote zu entwickeln, die nicht nur funktional sind, sondern durch maßgeschneiderte Lösungen vollständig in das Bordleben integriert werden.” Die Werft plant Sonderkonfigurationen und Einzelanfertigungen. Diese sollen spezifische Anforderungen an Service, Schutz, Privatsphäre und Gastfreundschaft erfüllen. Auch die optische Angleichung an das Design der Mutteryacht gehört zum Konzept.

Weitere Varianten in Entwicklung

Zwei zusätzliche Modelle befinden sich bereits in der Entwicklung. Die TT9 Limo erhält mehr Schutz und Privatsphäre für Gästetransfers. Der TX9 Taxi Tender ist auch für gehobene Hotel- und Hospitality-Einsätze gemacht. Dort werde der Transport als Teil des Gesamterlebnisses verstanden. Die Werft will damit verschiedene Einsatzprofile abdecken. Alle Varianten basieren auf der 9,40-Meter-Plattform, unterscheiden sich aber in Aufbau und Ausstattung.

Über FIM - Fabbrica Italiana Motoscafi

FIM wurde 2019 in Cividate al Piano bei Bergamo gegründet. Die Werft baut Sport- und Luxusyachten, die über ein internationales Händlernetz in Europa, Nord- und Mittelamerika sowie im Mittelmeerraum vertrieben werden. Zu den Gründungspartnern gehören Corrado Piccinelli, Manuela Barcella und Investor Vannis Marchi. Marchi ist Mitgründer der Modemarke Liu Jo und unterstützt die Entwicklung der Werft im internationalen Yachtmarkt.

FIM TT9 OpenFIM TT9 OpenFIM TT9 OpenFIM TT9 Open

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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