Uske Berndt
· 11.03.2024
Mit 2500 Gross Tons zeigt die Dame ein beachtliches Raumvolumen, in dem sich die 18 Gäste auf fünf Decks verteilen dürfen. Nimmt man das unterste Stauraumdeck hinzu, das wohl nur die 21 Crewmitglieder betreten werden, sind es sechs Etagen. Insgesamt zeigt sich das Layout ziemlich ungewöhnlich: Nicht so sehr das zweigeschossige Eignerpenthouse, das sich über Brücken- und Sonnendeck erstreckt und dessen Lounge von einem Weinkeller nebst Zigarren-Bar und Jacuzzi-Terrasse begleitet wird.
Aber schon das Oberdeck ist bemerkenswert: eine Etage, die im Prinzip von einem riesigen Salon, Gym und Spa sowie einer Barlounge im Bug dominiert wird. Auf der verhältnismäßig kleinen Heckterrasse steht eine runde Tafel, die für das Frühstück oder ein elegantes Dinner in etwas privaterer Atmosphäre ausgewiesen ist. Überzeugend ist die Aufteilung des Hauptdecks. Hier liegen vorne sechs Suiten, davon im Bug eine VIP und mittig ein kleiner Piano-Salon. Der hintere Teil besteht aus einem gigantischen, gut von den Schanzkleidern geschützten Cockpit mit langer Speisetafel und zwei Loungeecken. Ein Pool mit Glasboden und treppenförmig angelegte Liegeflächen nach Art eines Amphitheaters dürften das Areal zum Mittelpunkt des Bordlebens machen. Damit den Gästen nicht langweilig wird, tauchen sie per Fingertipp in andere Welten ein. Die konkav gewölbten Wände zum Salon sind mit LED-Bildschirmen bestückt, die eine virtuelle Realität zaubern und die Gäste zum Beispiel in die Serengeti-Wüste versetzen oder an einem Grand-Prix-Rennen teilhaben lassen. Wer seinen Horizont realer erweitern möchte, geht eine Etage tiefer in die „Man Cave“.
Statt Beachclub erwartet die Gäste hier unter dem Pool eine fein ausgestattete Höhle mit Lounge und einer Tauchschule. Das größte Abenteuer verspricht ein Ausflug mit dem „Super Sub“ von U-Boat Worx, das in einer flutbaren Garage bereitliegt und die Passagiere mit vier Strahlrudern und in einem Neigungswinkel von 30 Grad tief unter die Wasseroberfläche entführt. Gäste, die lieber in die Luft gehen, begeben sich Richtung Bug zum Heli-Landeplatz. Wenn der Aero-Tender unterwegs ist, kann auf dem leeren Parkplatz eine Party steigen. Oder das Areal verwandelt sich in ein veritables Outdoor-Kino, für das ein 201-Zoll-Bildschirm von C Seed inklusive Surround-Sound-Einheiten auf dem Bug zum Vorschein kommt.
Im Vergleich zu den vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten bleibt es auf der Yacht im Bereich Antrieb eher konventionell. Geplant sind zwei Caterpillar-Aggregate mit je 1745 Kilowatt Leistung oder ein diesel-elektrisches Propulsion-Paket.

Redakteurin News & Panorama