Vom Beachclub bis zum Oberdeck zieht sich ein Gedanke durch das ganze Schiff: Innen und außen sollen nicht wie getrennte Bereiche wirken. Große Glasflächen, Balkone und Pools öffnen den Blick auf das Wasser. HEEDS Innenleben nimmt dieses Prinzip mit schwungvollen Linien und weichen Übergängen auf.
Rossinavi stellte die 53 Meter lange Neuheit bei der Monaco Yacht Show vor. Für das Außendesign des Alu-Verdrängers zeichnet Alberto Mancini Yacht Design verantwortlich, die Innenräume gestalteten Achille Salvagni Architetti.
Die schimmernde Außenlackierung betont die klaren Linien. Je nach Lichteinfall ändert sich das Aussehen der Yacht im Laufe des Tages.
„Der metallisch graue Rumpf bringt die Schönheit der skulpturalen Oberflächen durch ein zartes Spiel aus Licht und Schatten zur Geltung“, sagt Designer Alberto Mancini.
Auf dem Hauptdeck zeigt der Salon ein spezielles Layout: Der Essbereich liegt getrennt von der Sofalandschaft und öffnet sich über einen Balkon an Steuerbord nach außen. Am Heck erweitert ein Beachclub mit Pool und abklappbaren Seitenplattformen die nutzbare Fläche bis dicht an die Wasserlinie. Die Plattformen schaffen unmittelbare Nähe zum Wasser, wenn die Yacht vor Anker liegt.
Auch der Eignerbereich auf dem Oberdeck folgt diesem Prinzip. Die Suite verbindet sich über große Fenster mit einem privaten Pool-Deck. Das Becken ist für richtige Schwimmzüge im Gegenstrom ausgelegt. Ein erhöht gelegenes Beobachtungsdeck ergänzt die Rückzugsorte an Bord.
Die Innenarchitektur von Achille Salvagni setzt auf variierende Deckenhöhen, die Möbel folgen organischen Formen: Sofas entfalten sich wie Wellen, Sessel erinnern an Kieselsteine und Muscheln, Auch Türen, Schränke und Griffe verzichten auf herkömmliche Profile, wölben und krümmen sich.
„Ich wollte, dass sich das Interieur so anfühlt, als wäre es von den Kräften geformt, die die Yacht umgeben – von Wasser, Wind, Licht und Zeit”, erzählt Achille Salvagni, “Ich wollte eine Welt schaffen, die irgendwo zwischen Meer und Himmel schwebt.”
Salvagni kombiniert unterschiedliche Oberflächen und Farbtöne. Gebleichtes Wenge und Teak treffen auf helles Pergament und dunkles, hochglänzendes Eukalyptusholz. Metallische Akzente in einem Farbton zwischen Kupfer, Rosa und Dunkelrot setzen einzelne Kontraste.
Die Formen sollen den Blick auf das Wasser nicht verdrängen. Das ist bei einer Yacht mit großen Fensterflächen ein wichtiger Punkt: Der Innenraum darf Charakter zeigen, ohne mit dem Meer um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.

Redakteurin News & Panorama
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