Sirena 118XL-Stapellauf in der Türkei

Sören Gehlhaus

 · 17.07.2026

Das für die Sirena 118 verantwortliche Team: Anne Maaike van Schayck de Rover und Cor D. Rover (Interieur), Ipek Kırac (GründungsfamilieSirena) und Germán Frers (Konstruktion).
Foto: Sirena Yachts
Sirena Yachts hat die neue Sirena 118 zu Wasser gelassen. Das 36 Meter lange GFK-Format wird im September 2026 auf dem Cannes Yachting Festival ihre Weltpremiere feiern. Als neues Flaggschiff markiert sie den Einstieg der türkischen Werft in das Superyacht-Segment.

Themen in diesem Artikel

Die Sirena 118 ist mit 36 Metern Länge das größte GFK-Modell der türkischen Werft Sirena Yachts. Die Motoryacht wurde im Juli 2026 in Bursa vom Stapel gelassen. Sie bleibt mit einem Innenraumvolumen von knapp 300 Gross Tons unterhalb der 300-Tonnen-Grenze. Das ermöglicht großzügige Innenräume bei gleichzeitig reduzierten Betriebskosten und weniger strengen Zulassungsauflagen. Zum Vergleich: Das 42 Meter lange Metall-Flaggschiff des Ablegers Sirena Superyachts kommt auf 433 Gross Tons.

Rumpfform und Antrieb

Der Rumpf besteht komplett aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das argentinische Designbüro von Germán Frers zeichnet für die Konstruktion verantwortlich. Die Werft setzte einen Fast-Displacement-Rumpf um, der effiziente Fahrten zwischen reinem Verdränger und Gleiter meistert. Das Außendesign stammt vom werftinternen Team und zeigt den für Sirena typischen senkrechten Steven. Zwei MAN-V12-Dieselmotoren mit je 1.550 PS (1.140 kW) treiben die 118 an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 16 Knoten. Gegen Aufpreis sind Aggregate mit 1.900 PS (1.397 kW) verfügbar, die 21 Knoten Spitze ermöglichen sollen.

Raumaufteilung über drei Decks

Die Kubatur der Sirena 118 verteilt sich auf drei Decks. Das Unterdeck beherbergt bis zu sechs Gästekabinen. Eigner können alternativ eine zweigeschossige Eignersuite wählen. Diese verbindet eine Kabine auf dem Hauptdeck mit einem privaten Bereich eine Ebene tiefer. Von dort führt ein direkter Zugang zum Wasser. Das niederländische Studio von Cor D. Rover entwarf die Inneneinrichtung. Die Werft bietet verschiedene Grundrisse und Materialien zur Auswahl an. Das Hauptdeck nimmt neben der möglichen Eignerkabine den Salon und den Essbereich auf. Das Oberdeck dient als zusätzliche Aufenthaltsfläche.

Premiere in Cannes

Nach Abschluss der Endausrüstung wird die Sirena 118 im September 2026 auf dem Cannes Yachting Festival gezeigt. Çağin Genc, Geschäftsführer von Sirena Marine, bezeichnet den Stapellauf als wichtigen Schritt für die Werft. Die Yacht zeige die handwerklichen Fähigkeiten des Teams. Mit dem Modell wolle die Werft ihre Position im Segment größerer Yachten ausbauen. Gleichzeitig soll die Sirena 118 die bisherigen Prinzipien der Marke fortführen: sparsamer Verbrauch und flexible Raumnutzung.

Technische Daten Sirena 118

  • Länge: 36,00 m
  • Breite: 7,90 m
  • Innenraumvolumen: unter 300 GT
  • Rumpfmaterial: GFK
  • Rumpfform: Fast-Displacement
  • Motoren Standard: 2 × MAN V12 mit je 1.550 PS (1.140 kW)
  • Motoren Optional: 2 × MAN V12 mit je 1.900 PS (1.397 kW)
  • Höchstgeschwindigkeit Standard: 16 Knoten
  • Höchstgeschwindigkeit Optional: 21 Knoten
  • Decks: 3
  • Gästekabinen: bis zu 6
  • Konstruktion: Germán Frers
  • Außendesign: Sirena Yachts In-House
  • Innendesign: Cor D. Rover
  • Weltpremiere: Cannes Yachting Festival September 2026

​Über Sirena Yachts

Sirena Yachts gehört zur türkischen Sirena Marine mit Sitz in Istanbul. Die Produktion findet in Bursa statt. Die Werft baut Motoryachten zwischen 18 und 36 Metern Länge. Neben dem Heimatmarkt unterhält das Unternehmen Vertriebsbüros in den USA. Der Hauptsitz für den amerikanischen Markt liegt in Fort Lauderdale, Florida.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

Meistgelesen in der Rubrik Boote