Martin Hager
· 17.03.2025
Der große Preis von Monaco gehört, wie auch die im September stattfindende Monaco Yacht Show, zu den gesellschaftlichen Event-Höhepunkten des kleinen Fürstentums. Hier kann sich glücklich schätzen, wer zu erstaunlich hohen Preisen einen Platz im Hotel ergattert oder noch besser einen Liegeplatz im Port Hercule. Während die Formel-1-Boliden über den engen Stadtkurs rasen, feiern die Zuschauer auf den Tribünen und Sonnendecks. Die sportliche Riesenveranstaltung lässt sich nun auch im ganz kleinen und mit deutlich geringerem Aufwand erleben.
Das weltberühmte Miniatur Wunderland in Hamburg eröffnete im vergangenen Jahr den neuen Abschnitt im Beisein von Fürst Albert II, Fürstin Charlène und ihren Zwillingen Prinz Jacques und Prinzessin Gabriella. Die 70 Quadratmeter große Anlage samt Provence-Landschaft entstand in 150.000 Arbeitsstunden, kostete fünf Millionen Euro und gliedert sich nahtlos in die 1.700 Quadratmeter großen Flächen ein, auf denen verschiedene Regionen der Welt im Maßstab 1:87 als Modellbau dargestellt werden.
Neben den Formel-1-Rennwagen, die in einem realistischen Rennen im Dauerbetrieb fahren, ziehen 175 im Hafen liegende Boote und Superyachten die Blicke auf sich. Darunter das 98 Meter lange Lürssen-Konzept „Alice“, dass mit Wasserstoffantrieb auf Weltreise gehen soll und auch im Mikroformat mit ungewöhnlichen Formen überrascht. Ob sich ein innovationsfreudiger Eigner auf diesem Weg findet, darf bezweifelt werden. Die Bonsai-Yachten im Mini-Monaco sind dennoch eine Reise wert!

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv