Von U-Boot bis HeliExpeditionsyacht “Scenic Eclipse II” macht Halt in Hamburg

Leonie Meyer

 · 04.08.2026

Die Superyacht "Scenic Eclipse II" fährt auf der Elbe in den Hafen von Hamburg ein.
Foto: dpa/picture alliance
​Mit Helikoptern, U-Boot und Zodiac-Flotte will die “Scenic Eclipse II“ mehr sein als ein klassisches Kreuzfahrtschiff: Die Scenic Group positioniert das 2023 gebaute Schiff als luxuriöse Expeditionsyacht. Beim Besuch an Bord in Hamburg zeigt sich, wie Abenteuer, Wellness und All-inclusive-Komfort zusammenfinden sollen.

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Wer an Bord der “Scenic Eclipse II” geht, merkt schnell: Dieses Schiff möchte nicht als Kreuzfahrtschiff verstanden werden. Die Scenic Group beschreibt diese Art des Reisens mit “Yachting”. Genau das ist Teil des Konzepts. Die 168 Meter liefen 2023 in der kroatischen Stadt Rijeka vom Stapel. An Bord der Expeditionsyacht spielen hoher Komfort und außergewöhnliche Ziele mit intensiven Naturerlebnissen eine Rolle. Das Schiff war nun erstmals in Deutschland zu sehen.

Aufbau der Suiten der ”Scenic Eclipse II”

Die “Scenic Eclipse II” ist für 228 Gäste ausgelegt, in Polarregionen sinkt die Zahl auf 220. Nahezu ein Crewmitglied steht für einen Gast zur Verfügung. Die Passagiere finden in 114 Suiten Platz, die alle einen eigenen Balkon haben und mindestens 32 Quadratmeter messen. Zudem stehen vier weitere Suiten zur Auswahl: die Spa Suite mit rund 50 Quadratmeter, die Panorama Suite mit bis zu 110 Quadratmeter, die Eigner Penthouse Suite mit 195 Quadratmeter, die sich auf 247 Quadratmeter um ein Spa und weitere Lounges erweitern lässt. Auch die kleineren Veranda-Suiten sind großzügig geschnitten und sollen bewusst keinen Kompromisscharakter haben. Wie die Scenic Group mitteilt: Der Einstieg beginnt nicht mit einer engen Innenkabine, sondern mit viel Raum und voller Serviceleistung.


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Die Innenräume setzen weniger auf Opulenz als auf eine elegante, ruhige Formsprache. In der Observation Lounge treffen für Stoffe und Möbel Designer aus Italien und den Niederlanden aufeinander. Dazu passt auch die Atmosphäre, die die Scenic Group selbst als etwas „laid back“, aber dennoch exklusiv beschreibt — ein Ansatz, der zur australischen Herkunft des Unternehmens passt. 1986 startet das Unternehmen mit Bustouren in Neuseeland und Australien, 2006 folgten Flussreisen auf den europäischen Binnenrevieren und daraufhin internationale Gewässer. Mit den Hochseeschiffen möchte die Gruppe ihr Portfolio gezielt erweitern. 2019 startete die erste „Scenic Eclipse“, die „Scenic Eclipse II“ folgte 2023 und 2028 soll die “Scenic Ikon” vom Stapel laufen. Letztere wird für warme Regionen und größere Poolbereiche ausgerichtet.

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“Scenic Eclipse II” für Expeditionen gebaut

​Die “Scenic Eclipse II“ ist auf aktive und expeditionstaugliche Reisen zugeschnitten. Das Schiff besitzt die Polarklasse 6 und ist damit für Fahrten in anspruchsvolleren Gewässern ausgelegt. Zu den Zielgebieten gehören die Antarktis, Arktis, Chile, Portugal, Marokko, Spanien, Frankreich, Schweden und auch Routen mit Anlauf in Hamburg. Zum Expeditionsprofil gehört eine umfangreiche Ausstattung, darunter zwei Helikopter, ein Tauchboot, Zodiacs, Kajaks, Stand-up-Paddle-Boards, SeaBobs und eine Schnorchelausrüstung.

​Im Theater können sich die Passagiere Fachvorträge von Experten zum jeweiligen Reiseziel, zu Natur und Tieren vor Ort anhören. Das gastronomische Angebot ist breit gefächert: Insgesamt gibt es neun Restaurants. An Bord finden sich auch klassische Wohlfühlangebote eines Luxusresorts: Spa, Yoga, Pilates, Fitnessstudio, Pools und Bar.

Ausflüge mit dem U-Boot und im Eis

Das U-Boot kann laut Angaben des Kapitäns Torry Sakkariassen bis zu 200 Meter tief tauchen, üblich seien jedoch Tauchgänge in 30 bis 70 Meter Tiefe. Platz ist für acht Gäste und einen Piloten. Besonders geeignet seien warme Gewässer wie in der Karibik, im Pazifik oder in Teilen Südamerikas. In den norwegischen Fjorden oder in der Antarktis seien Helikopterflüge besonders beliebt.

Wie der Kapitän erklärt, könne die “Scenic Eclipse II” Eis von bis zu etwa 1,3 Metern Stärke bewältigen. In besonderen Situationen werde sogar direkt angelegt, sodass Gäste über die Gangway auf die Eisfläche gehen können.

Die “Scenic Eclipse II” wird von ABC-Dieselmotoren aus Belgien angetrieben, die nach Angaben des Kapitäns 2.353 kW leisten. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 12 bis 15 Knoten und die Höchstgeschwindigkeit bei 17 Knoten. Ein verstärkter Rumpf, Bugstrahlruder und ein elektronisches Azipod-Antriebssystem gewährleisten eine präzise Manövrierfähigkeit. Wie Torry Sakkariassen bei der Führung auf der Brücke sagt, werde kaum geankert, das GPS-Dynamikpositionierungssystem hält das Schiff zuverlässig auf Position.


Technische Details “Scenic Eclipse II”

  • Länge: 168 Meter
  • Gäste: 228; in der Antarktis: 220
  • Reisegeschwindigkeit:12 bis 15 Knoten
  • Max. Geschwindigkeit: 17 Knoten
  • Suiten: 114

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Leonie Meyer

Leonie Meyer

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion

Leonie Meyer wuchs mit dem Bootfahren in Kroatien auf und blätterte schon als Kind durch das BOOTE-Magazin ihres Vaters. Während und nach ihrem abgeschlossenen Internationalen Journalismus-Studium absolvierte sie Praktika bei verschiedenen Medien im Ausland. 2020 zog sie es für ein Praktikum zum BOOTE-Magazin, weshalb sie nach ihrem Volontariat bei einer Tageszeitung zurückkehrte. Seit 2023 arbeitet Leonie Meyer als Redakteurin in der Wassersport Digital-Redaktion und ist neben dem Betreuen der Websites unter anderem für den YACHT-Podcast zuständig.

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