Die 70 Meter lange Yacht kombiniert eine bereits entwickelte und erprobte Basis mit einem Innenraumkonzept, das die Gäste sofort in die Ferien schickt. Der Rumpf bietet je nach Antriebspaket entweder eine hohe Effizienz oder die Fähigkeit, die Rumpfgeschwindigkeit um bis zu 30 Prozent zu übertreffen.
Da die Konstruktion bereits ausgereift ist, konzentrierte sich das Mulder Studio auf eine zeitgemäße und zugleich langlebige Außengestaltung. Die Wasserlinienlänge beträgt 63,4 Meter bei einer Breite von 13 Metern. Der maximale Tiefgang liegt bei 3,15 Metern, was den Zugang zu beliebten Häfen und Ankerplätzen ermöglicht. Das vorläufige Innenraumvolumen übersteigt 1.400 Bruttoregistertonnen.
Die Außengestaltung folgt einer Designphilosophie, die auf breite Akzeptanz abzielt, ohne kurzlebigen Trends zu folgen. „Mit der Außengestaltung haben wir versucht, einen Look zu erreichen, der viele Menschen anspricht und daher nicht zu verrückt ist. Er spiegelt aktuelle Trends auf eine Weise wider, die nicht so supermodern ist, dass sie schnell veraltet wirken würde", erklärt Bas Mulder. Refit de Luxe.
Die Kernmerkmale seien ruhige und elegante Linien, die harmonisch mit der maritimen Umgebung zusammenwirken, statt nach Aufmerksamkeit zu schreien. Die organischen Linien folgen dem Fluss von Wellen und Wolken, und die Yacht sehe aus, als wäre sie vom Wind geformt. Die ausgestellten Schanzkleider im vorderen Bereich der oberen Decks verbessern die Sicht von den Brückenstationen und erweitern die Deckfläche rund um die Owner's Suite.
Das Innenraumkonzept stellt einen deutlichen Bruch mit konventionellem Yachtdesign dar und schöpft seine Inspiration aus karibischen Sommervillen. Das Mulder Designteam hat Räume geschaffen, die die Dualität zwischen rohen und raffinierten Elementen zelebrieren: verwittertes Holz trifft auf maritime Tradition, raues Gestein erinnert an Küstenarchitektur, und natürliche Leinenpolster bewahren Villa-Authentizität, ohne nautische Raffinesse zu opfern.
Zentral für diese Philosophie ist ein Pergolasystem aus Holz im Hauptdeck-Salon. Die verstellbaren Lamellen verbergen Strahler und erzeugen wechselnde Lichtmuster, die den ganzen Tag über wandernde Schatten werfen. Dies löst die Deckengrenze auf und filtert das Licht wie auf einer echten karibischen Terrasse. Die kinetische Lichtinstallation reagiert auf den Tagesrhythmus und hält die Passagiere mit dem zeitlichen Fluss der Natur verbunden.
Die Materialpalette umfasst gealtertes Teakholz, Stein und verwittertes Leder. Diese schaffen Räume, die mit Licht, Schatten und Bewegung spielen. Beim Betreten des Hauptsalons begegnen Gäste einer Bar aus rauem Stein und bearbeitetem Holz, gefolgt von einem langen Teakholz-Laufsteg, der zwei Loungebereiche trennt, die durch maßgefertigte Teppiche mit Wellenmuster aufgewertet werden.
Die Reise endet an einem niedrigen Sofa, das mit Lederriemen verankert ist – ein elegantes nautisches Detail, das an ein im Hafen vertäutes Segelschiff erinnert. Praktisches Design trifft auf poetische Inspiration. Das Ergebnis hebe die Yachterfahrung zur Kunst, wo jeder Moment wie ein Rückzug in ein karibisches Versteck wirke, das zufällig auf dem Meer schwimme.
Das Hauptdeck beherbergt im vorderen Bereich sechs Gästekabinen mit Doppelbetten. Achtern bietet es einen großzügigen Salon und Essbereich, der zu einem Achterdeck mit Bar, Outdoor-Essbereich und Lounge führt. Das Unterdeck ist hauptsächlich den Crew-Quartieren, der Messe, der Hauptgalerie und der Yachttechnik gewidmet.
Auf dem Oberdeck wurde die Mastersuite vorne platziert. Die Anordnung sieht achtern eine Skylounge vor, dieser Bereich könnte laut Mulder jedoch umkonfiguriert werden, um das gesamte Oberdeck in ein privates Eigner-Appartment mit Achterdeck und Cockpit-Lounge zu verwandeln. Das oberste Deck umfasst das Ruderhaus, die Kapitänskabine, ein Sonnendeck und ein Beobachtungsdeck vor dem Mast mit Spa-Pool.
Der Beachclub hat Glastüren, die sich zu einer großzügigen Badeplattform öffnen. Eine Transformerplattform ermöglicht den Zugang zum Wasser, und eine quer gesetzte Garage nimmt Tender und Wasserspielzeuge auf. Das Vordeck dient gleichzeitig als Touch-and-Go-Helipad.
Der Projektname reflektiert die Kernwerte des Designs: Opal gilt als schützender und aktivierender Stein, der Optimismus und Spontaneität bringt sowie Kreativität und Wertschätzung für schöne Dinge fördert. Diese Qualitäten durchdringen sowohl das Design von Project Opal als auch die Erfahrung an Bord.

Redakteurin News & Panorama